Inmitten eines Meeres aus aprikosenfarbenen Dächern ist diese dunkle, doppelzackige Kathedrale ein beeindruckender Anblick. Viele Gebäude und Sehenswürdigkeiten in Clermont-Ferrand verdanken ihre architektonische Blütezeit dem Vulkangestein: gepflasterte Gehwege und sprudelnde Brunnen im Stadtzentrum tragen alle eine unverwechselbare Bimssteinoberfläche. Aber die Kathedrale, Clermont-Ferrands gotisches Meisterwerk, besteht vollständig aus Vulkansteinplatten, von brennenden Wasserspeiern bis zu den Spitzen ihrer 108 m hohen Zwillingstürme. Jahrhunderte fleißiger Handarbeit - die Kathedrale wurde vom 13. bis zum 19. Jahrhundert erbaut - wurden fast zu einem zerstörerischen Ende gebracht, als französische Revolutionäre die Kirche zerschlagen wollten; nur das Angebot der Kathedrale als revolutionärer Versammlungsort und Wahrzeichen rettete sie vor ihrem Schicksal.