Das Mausoleum des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. befindet sich neben dem Grazer Dom. Türkisfarbene Kuppeln heben sich gegen den blauen Himmel über dem Mausoleum ab und prägen zusammen mit dem Dom und der Katharinenkirche einen der prächtigen Ausblicke auf die Stadt. 1614 beauftragte Ferdinand seinen italienischen Hofmaler und Architekten, neben dem heutigen Dom ein Mausoleum und eine angrenzende Katharinenkirche zu errichten. Sie sollte zu einem der wichtigsten Bauwerke des frühen 17. Jahrhunderts in Österreich werden. Die ovale Kuppel über der Grabkapelle war das erste Bauwerk dieser Art außerhalb Italiens. Als Giebelstatue blickt die heilige Katharina von Alexandria auf das gegenüberliegende ehemalige Jesuitenkolleg, in dem 1585 die Grazer Universität gegründet wurde. Schließlich wird die heilige Katharina als Schutzpatronin der Universitäten verehrt. 1619 wurde Ferdinand zum Kaiser gewählt und verließ Graz in Richtung Wien. Die Bauarbeiten am Mausoleum kamen zum Stillstand. So wurde Ferdinand 1637 in einem halbfertigen Grab beigesetzt.