Im Jahr 1828 beauftragte Franz I. von Bourbon den Ingenieur Luigi Giura mit der Durchführung der Arbeiten. Am 21. Februar führte er eine siebentägige Inspektion auf der Garigliano durch. Diese Befürchtung ergab sich aus den Nachrichten aus Frankreich und England: Viele ähnliche Brücken waren plötzlich zusammengebrochen. Jura hatte herausgefunden, dass zur Erhöhung der Festigkeit von Weicheisen Nickel erforderlich war, das in den Eisenwerken von Mongiana hergestellt wurde. Die so zusammengesetzten Balken wurden mechanisch versteift, indem sie durch eine spezielle, von ihm selbst entworfene "astatesa"-Maschine gezogen wurden. Ein gewichtiger Artikel in der englischen Zeitung The Illustrated London News entmutigte die Arbeit der Neapolitaner und lautete wie folgt:
"Wir sind ratlos, was die Fähigkeiten der Neapolitaner bei der Planung und dem Bau angeht, und machen uns große Sorgen um das Schicksal der armen Menschen, die Opfer dieses eitlen Experiments von Dummköpfen sind, die sich nur von ihrem Ehrgeiz leiten lassen".
Es wird erzählt, dass König Ferdinand II., der Nachfolger seines Vaters Franz, angesichts der Proteste einiger Personen aus dem Umfeld des Hofes ausrief: "Lassate fa 'o guaglione". Am 4. Mai 1832 spekulierte dieselbe englische Zeitung, dass die Brücke fertig sei, aber noch nicht getestet worden sei, weil man ihren sicheren Einsturz befürchtete. Am 10. Mai 1832 erschien Ferdinand II. an der Spitze von zwei Schwadronen berittener Lanzenreiter und 16 schweren Artilleriewagen, die mit Material und Munition beladen waren, vor den Stützpfeilern der Brücke.
Trotz der nicht gerade rosigen Prognosen hat die Brücke die Belastungsprobe bestanden. Danach gab es den Segen des Bischofs von Gaeta, gefolgt von der Prozession der Menschen, und danach begannen Feuerwerk, Tanz und Gesang in einer jubelnden Menge.
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