Das Heidelberger Schloss ist sicherlich die bekannteste Schlossruine Deutschlands. Das majestätische Schloss thront auf einem Hügel mit Blick auf das historische Heidelberg. Schloss Heidelberg hat seit Jahrhunderten Dichter inspiriert. Kein Wunder, dass es eine riesige Touristenattraktion ist und in der ganzen Welt bekannt ist.
Auf einem Ausläufer des Jettenbühls am Nordhang des Königstuhls gelegen, bietet sich dem Besucher ein herrlicher Blick über das Neckartal und auf die Heidelberger Altstadt. Das Schloss ist eine Kombination aus mehreren Gebäuden, die sich um einen Innenhof gruppieren und zufällig zusammengefügt wurden. Jedes Gebäude steht für eine andere Epoche der deutschen Architektur.
Das Schloss hat eine Geschichte, die fast so alt ist wie die Stadt selbst. Die ersten Teile des Schlosses wurden um 1300 errichtet, aber erst Kurfürst Ruprecht III. (1398 - 1410) nutzte das Schloss als königliche Residenz. Bis zur Zerstörung durch einen Blitzschlag im Jahr 1764, der es für immer unbewohnbar machte, war das Schloss die Residenz der meisten Kurfürsten. Im Jahr 1800 begann Graf Charles de Graimberg mit der schwierigen Aufgabe, die Burgruine zu erhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Heidelberger Bürger die Steine des Schlosses für den Bau neuer Häuser verwendet.
So atemberaubend wie das Schloss von der Stadt aus ist, so atemberaubend ist auch die Stadt vom Schloss aus. Sowohl von der Großen Terrasse als auch von den Gärten aus hat man einen herrlichen Blick auf Heidelberg, den Neckar und das Neckartal bis weit in die Rheinebene hinein. An klaren Tagen ist sogar Mannheim am Horizont zu erkennen.