Das Hypogäum der Cristallini, eine hellenische Nekropole, ist ein seltenes und unglaubliches Zeugnis hellenischer Malerei und Architektur im Herzen der Rione Sanità-Vergini. Die vier Räume des Hypogäums zeigen dem Besucher eine lebendige Welt, die reich an Dekoration und raffinierten Trompe-l'oeil-Effekten ist. Zu sehen ist auch die reiche Sammlung von Artefakten und antiken Vasen, die noch immer prächtig erhalten sind.
Eine Reise in die Vergangenheit vor 2300 Jahren: eine Erfahrung, die es Ihnen ermöglicht, in die geheimnisvolle "unterirdische Welt" hinabzusteigen, die außergewöhnliche Schönheit der Kunst und des alten Handwerks zu betrachten und die zeitlose Bedeutung von Leben und Tod, Liebe und Pflege, Familie und Freundschaft zu verstehen. Die Geschichte des Hypogäums der Kristalline reicht mehr als 2300 Jahre zurück. Das Gebiet der Vergini im Stadtteil Sanità wurde seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. als Nekropole genutzt, zunächst durch die Ausgrabung von Kammergräbern (Via dei Cristallini, vico Traetta, Via Santa Maria Antesaecula), dann durch die Errichtung von Katakombenfriedhöfen (San Gennaro, San Gaudioso, San Severo) und schließlich durch die Nutzung eines großen Steinbruchs als Beinhaus (Le Fontanelle). Die Griechen, die die Stadt Neapolis zu der Zeit bewohnten, als sie noch Teil der Magna Graecia war, legten eine Reihe von Grabhypogäen an und bauten unterirdische Gräber, in denen die sterblichen Überreste der antiken Bewohner der neapolitanischen Stadt über Jahrtausende ruhten. Unter diesen Hypogäen stechen die vier Gräber "dei Cristallini" hervor, die so genannt werden, weil sie sich unterirdisch in der Via dei Cristallini befinden, und zwar unter dem antiken Palast des Barons Giovanni di Donato. 1889 fand Baron Giovanni di Donato auf der Suche nach Wasser oder Tuffstein im Untergrund seines Familienpalastes eine Fundgrube hellenischer Malereien und Architektur. Heute kann man das Hypogäum von der Hausnummer 133 in der Via dei Cristallini aus betreten.