Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist ein evangelisches Gotteshaus aus dem Jahr 1895. Zu Ehren von Wilhelm I., dem ersten deutschen Kaiser, plante sein Enkel Wilhelm II. eine prächtige Kirche, die zwischen 1891 und 1895 von Franz Schwechten im neoromantischen Stil errichtet wurde. Der bombastische Entwurf mit fünf Türmen spiegelt den Zeitgeschmack und den des Kaisers wider.
Die Kirchenglocken waren die zweitgrößten in Deutschland nach Köln, und bei der Einweihung der Kirche läuteten die fünf Glocken so laut, dass die Wölfe im Zoo zu heulen begannen. Während des Zweiten Weltkriegs hörte das Geläut auf und die fünf Glocken wurden für Munitionszwecke eingeschmolzen.
Das Gotteshaus wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt. Jahrhundert mit einem modernen Kirchenschiff auf achteckigem Grundriss, einem sechseckigen Glockenturm und einem viereckigen Kirchenschiff mit Vorhalle, dessen Wände aus 30.000 Glaselementen bestehen.
Die Gedächtniskirche war das Werk des Architekten Franz Schwechten, der einen monumentalen Tempel mit fünf Türmen errichtete - einer von ihnen erreichte 113 Meter und war damals das höchste Gebäude in Berlin. Die Kirche genoss große Anerkennung - unter ihrem Einfluss verbreitete sich der neoromanische Stil in ganz Deutschland.
Der moderne Teil der Kirche wurde 1961 nach dem Entwurf von Egon Eiermann, einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Moderne, errichtet. Sein Konzept sah vor, das bisherige Gotteshaus abzureißen. Nach einer stürmischen gesellschaftlichen Debatte entschied man sich für den Erhalt der Ruine.