Die von Bischof Giacomo, einem Mönch der Abtei von Montecassino, gegründete Kathedrale S. Pietro e Paulo di Sessa Aurunca erlitt nicht das traurige Schicksal ihrer kassinischen "Matrix", die 1944 von den Amerikanern dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die Fassade der Kathedrale von Sessa Aurunca wird fast vollständig von dem Säulengang verdeckt, der dem Eingang zum Sakralbau vorgelagert ist. Diese Struktur wird von korinthischen Säulen getragen, auf denen zwei Rundbögen an den Seiten und ein Spitzbogen in der Mitte ruhen. Der untere Teil ist mit Tierskulpturen geschmückt. Das Tympanon über dem großen Fenster wird von Säulen eingefasst, die von Löwen gestützt werden und mit einem Flachrelief des Agnus Dei verziert sind. Der Säulengang Die Dekoration des Säulengangs schließt mit Flachreliefs ab, die Episoden aus dem Leben des Heiligen Petrus und der Genesis darstellen. Das Hauptportal der Kirche, das von den beiden Seitentoren flankiert wird, weist in der Lünette darüber ein Flachrelief von Christus zwischen den Heiligen Petrus und Paulus auf. Episoden aus dem Alten Testament vervollständigen die Figur. Das künstlerische Erbe dieser Kirche ist aus mehreren Gründen einzigartig: Der Ambo ist unvergleichlich, und die erstaunlichen Mosaike aus dem 12. Jahrhundert, die den Boden auf 152 Quadratmetern bedecken, sind (abgesehen von einigen Fragmenten in syrischen Kirchen) weltweit die einzigen Zeugnisse der alexandrinischen Mosaikkunst, die die Cassiner Benediktiner so sehr liebten. Dieses byzantinische Meisterwerk verkörpert auch die Bedeutung der orientalischen Teppiche, die die Gläubigen von der Erde entfernten und sie in eine transzendentale Dimension erhoben. Der zentrale Teil besteht aus konzentrischen Reihen, die von einem Band umgeben sind, das sie miteinander verbindet, als ob es weder Anfang noch Ende hätte, und so die Idee der Unendlichkeit vermittelt. Ein großer Beitrag zur sakralen Ausschmückung der Kathedrale geht auf die Hand des Bildhauers Pellegrino zurück, der auch den prestigeträchtigen Leuchter signierte. Die Geschichten von Jona, der Rede von Ninive und dem aus dem Wal ausgeworfenen Jona, die es schmücken, stammen zweifellos von der Hand dieses geschickten Künstlers. Bei der barocken Renovierung des Innenraums wurde zwar die bestehende romanische Anlage entstellt, doch erhielt die Kirche ein Gemälde mit der Kommunion der Apostel von einem der bedeutendsten neapolitanischen Meister dieser Zeit, Luca Giordano.