Nehmen Sie die Statue des Monco als Anhaltspunkt (alle Einwohner von Senigallia werden wissen, wo sie sich befindet), und wenn Sie davor stehen und die Straße nach rechts nehmen, stoßen Sie auf eine Kirche mit einer eher strengen und anonymen Backsteinfassade aus der Spätrenaissance. Treten Sie ein und Sie werden Ihre Meinung bald ändern! Das Innere ist ein barockes Spektakel mit sechs Altären und einem prächtigen Altar. Die von dem herzoglichen Architekten Muzio Oddi entworfene Kirche wurde 1608 im Auftrag der Bruderschaft vom Sakrament und vom Kreuz geweiht, die sich für Bedürftige einsetzte. Die ursprüngliche Idee war, ein Oratorium für die Bruderschaft zu errichten, und seine Struktur erinnert eher an eine Halle als an eine Kirche. Diese kleine und kostbare Kirche beherbergt zahlreiche Kunstwerke, darunter ein wahres Schmuckstück: das Altarbild von Federico Barocci aus dem Jahr 1592, das die Grablegung Christi darstellt. Das Gemälde zeigt Christus, wie er von Josef von Arimathäa und Nikodemus zum Grab getragen wird, eine fast ideale Fortsetzung der "Absetzung", die zuvor für den Dom von Perugia gemalt wurde. Im Hintergrund sind der Kalvarienberg und der Herzogspalast von Urbino zu sehen. Beachten Sie die dargestellten Figuren, darunter eine schöne Magdalena, deren Geschichte eng mit der Stadt Senigallia verbunden ist. Eine Reliquie von ihr soll von einer Prinzessin als Mitgift für ihre Heirat mit einem Senigallianer mitgebracht worden sein. Die Reliquie wurde so berühmt, dass sie so viele Menschen anzog, dass eine Fiera Franca geboren wurde. Die Fiera della Maddalena (die heutige Augustinermesse) findet immer noch Ende August statt. Unter den Seitenaltären sticht der der Heiligen Barbara gewidmete Altar hervor. Zwei Kanonenrohre rahmen das Bild der Heiligen ein, die unter anderem Schutzpatronin der Bomber war, die auf der Rocca Roveresca eine Ausbildungsstätte hatten. Außerdem gibt es eine schöne Orgel, die 1775 von Gaetano Callido gebaut wurde und noch immer funktioniert.