Die Kirche Santa Maria del Monte, einst das Oratorium der ältesten Bruderschaft von Cagliari und heute Sitz des Souveränen Malteserordens. Sitz der gleichnamigen Bruderschaft, die 1530 durch eine päpstliche Bulle gegründet und 1551 bestätigt wurde. Die Bruderschaft setzte sich aus adligen Personen zusammen, deren Hauptaufgabe darin bestand, den zum Tode Verurteilten Beistand zu leisten und sie zu bestatten, und wurde ab 1568 erbaut. Aus architektonischer Sicht lassen sich zwei Bauphasen unterscheiden: die eine, die Vorderseite, ist sicherlich gotisch, die andere bereits Renaissance. Die einfach gemauerte Fassade weist im oberen Bereich einen in das Mauerwerk integrierten, gerahmten Bogen auf, der von einem Rundbogenfenster unterbrochen wird.
Das Gebäude besteht aus einem einzigen Schiff ohne Querschiff, wobei das Presbyterium als echte Kapelle mit quadratischem und schmalerem Grundriss entwickelt wurde, im Gegensatz zu den beiden Schiffen des Kirchenschiffs, die rechteckig sind. Auch bei den oberen Dächern sind unterschiedliche Systeme zu erkennen: Im Chor ist das Gewölbe mit Spitzbögen und fünf Hängezwickeln versehen; in den Erkern des Kirchenschiffs befinden sich einfache diagonale Rippengewölbe. Im Kontext der sardischen Kirchen lässt sie sich auf die Typologie der Pfarrkirche von Padria und in Cagliari auf die benachbarten Kirchen La Purissima und Sant'Eulalia zurückführen. Nach der Aufhebung der Bruderschaft im Jahr 1866 diente die Kirche verschiedenen Zwecken: zweiter Sitz des Gerichts, städtische Musikschule bis 1921, Schlafsaal und Speisesaal des kleinen Providenzhauses.