Der Konsulspalast wurde zwischen 1332 und 1349 nach einem Entwurf von Angelo aus Orvieto unter Mitwirkung von Matteo di Giovannello, genannt Gattapone, erbaut. Das rechteckige Gebäude hat eine hohe gotische Dynamik, die durch vertikale Pilaster betont wird, die die Fassade in drei verschiedene Teile teilen. Seine Säle beherbergen seit 1909 die Sammlungen des Stadtmuseums. Die Sammlung des Museums ist auf verschiedenen Stockwerken untergebracht und veranschaulicht die lokale Geschichte und Kultur von der Vorgeschichte bis ins 20. Absolut wichtig sind die "Tavole iguvine", sieben Bronzetafeln mit dem Haupttext in umbrischer Sprache und die längste Beschreibung religiöser Riten, die je von der westlichen Welt gegeben wurde.
Die Tafeln stellen das Herzstück einer der reichsten archäologischen Sammlungen Umbriens mit Funden aus der umbrischen und römischen Zeit dar. Der so genannte Saal der Loggetta beherbergt die Keramikabteilung, die von der archaischen Majolika (14. Jh.) bis zu Artefakten aus dem 19. Im Obergeschoss hingegen befindet sich die Städtische Gemäldegalerie, die die lokale künstlerische Kultur vom Mittelalter bis zum Barock veranschaulicht.