Das Kunsthistorische Museum (lit. "Museum für Kunstgeschichte", auch oft als "Museum der bildenden Künste" bezeichnet) ist ein Kunstmuseum in Wien, Österreich. Es ist in seinem festlichen Palastgebäude an der Ringstraße untergebracht und wird von einer achteckigen Kuppel gekrönt. Der Begriff Kunsthistorisches Museum bezieht sich sowohl auf die Institution als auch auf das Hauptgebäude. Es ist das größte Kunstmuseum des Landes und eines der wichtigsten Museen weltweit.
Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn eröffnete die Anlage um 1891 zeitgleich mit dem ähnlich gestalteten Naturhistorischen Museum in Wien, das direkt gegenüber dem Maria-Theresien-Platz liegt. Die beiden Gebäude wurden zwischen 1871 und 1891 nach Plänen von Gottfried Semper und Baron Karl von Hasenauer errichtet. Der Kaiser beauftragte die beiden Ringstraßenmuseen, der gewaltigen Kunstsammlung der Habsburger ein geeignetes Heim zu schaffen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gebäude haben eine rechteckige Form mit symmetrischen Renaissancefassaden aus Sandstein, die in den Hauptebenen von großen Bogenfenstern gesäumt und von einer achteckigen, 60 Meter hohen Kuppel gekrönt werden. Die Innenräume der Museen sind aufwendig mit Marmor, Stuckverzierungen, Blattgold und Wandmalereien verziert. Im großen Treppenhaus sind Gemälde von Gustav Klimt, Ernst Klimt, Franz Matsch, Hans Makart und Mihály Munkácsy zu sehen.