Das Nationalmuseum der Siritide von Policoro befindet sich in der Nähe der antiken Siris-Herakleia. Es ist den griechischen Kolonien Siris (7.-6. Jh. v. Chr.) und Herakleia (5. Jh. v. Chr. -I/II. Jh. n. Chr.) sowie der italischen Welt des Agri- und Sinni-Tals gewidmet. Anhand einer Ausstellung, die auf chronologischen und topographischen Kriterien basiert, dokumentiert sie die verschiedenen Aspekte der beiden aufeinanderfolgenden griechischen Kolonien, wie das zivile, wirtschaftliche und religiöse Leben und das Handwerk. Die archäologischen Funde stammen sowohl aus Siedlungen als auch aus Nekropolen, wie z.B. das sogenannte " Grab des Policoro". Metaponto, eine antike griechische Kolonie, beherbergt ein großes Freilichtmuseum. Der Archäologische Park und die Tavole Palatine sind die Hauptattraktionen. Im Jahr 280 v. Chr. fand zwischen den Truppen der römischen Republik unter der Führung des Konsuls Publius Valerius Levinus und denen der griechischen Koalition, die Epirus, Tarent, Thurii, Metapontum und Heraclea vereinte, unter dem Kommando von König Pyrrhus von Epirus die Schlacht von Heraclea (oder Heraclea) statt. Schauplatz des Zusammenstoßes war das von der Stadt Heraclea beherrschte Gebiet in der Nähe des heutigen Policoro. Pyrrhus lagerte in der Ebene zwischen Pandosia und Heraclea, vor dem Fluss Siris (dem heutigen Sinni). Pyrrhus eilte mit 25.500 Mann und 20 Kriegselefanten zur Verteidigung Tarentes, und gerade die Dickhäuter, Tiere, die den Römern unbekannt waren, waren für den Sieg ausschlaggebend. Die Schlacht war der erste Zusammenstoß zwischen der hellenistischen und der römischen Welt. Aus politischer Sicht erwies sich der griechisch-epirothische Sieg als unmittelbar gewinnbringend für die Koalition, denn nach diesem Zusammenstoß baten viele Polis der Magna Graecia den Epirus-König um Schutz; aus militärischer Sicht war dieses Ereignis jedoch nicht entscheidend, denn viele Städte in Kampanien und Lateinamerika blieben der Römischen Republik treu. Aus dieser Zeit stammen auch die Tabletten von Heraclea, die heute im Archäologischen Nationalmuseum von Neapel aufbewahrt werden.