Der Palazzo Piancastelli wurde 1718 von der Familie Conti auf den Fundamenten des alten Krankenhauses Santa Maria della Misericordia der Kamaldulensermönche errichtet. In den 1920er Jahren beherbergte das Gebäude die Büros der Stadtverwaltung und des Podestà. Die heutige Form wurde 1939 vom Architekten Tito Chini im florentinischen Renaissancestil entworfen, als das Gebäude vom Staat übernommen wurde, um die Verwaltung und die Büros der Thermen unterzubringen. Am Eingang des Palastes, in der Via Garibaldi, kann man die bemerkenswerten Art-déco-Fresken des toskanischen Künstlers bewundern: Sein übliches Motiv des Brunnens, aus dem dünne, silberne Wasserfäden fließen, wiederholt sich, der Himmel ist von den typischen Ballonwolken durchzogen, die von bunten Blumen- und Fruchtgirlanden gekrönt werden, und im Hintergrund sieht man die Landschaften von Castrocaro Terme und Terra del Sole.
Spektakulär und meisterhaft ist auch die Treppe, die durch die lebendige Farbigkeit der Hintergründe, die Keramiksäulen der Brüstung und das große Oberlicht darüber verschönert wird.