Die mittelalterliche Stadt Ptuj, ein kleines Juwel in diesem Teil Sloweniens an der Grenze zu Österreich und Ungarn, lässt sich am besten von der anderen Seite der Drau aus betrachten. Von hier aus kann man die roten Häuser und den Hügel mit der Burg auf dem Gipfel sehen, die sich im Fluss spiegeln, der im Laufe der Stunden seine Farbe ändert. Ptuj ist die älteste Stadt Sloweniens. Unser Rundgang durch diese schöne Stadt beginnt am Ptujski grad, der Stadtburg auf dem Hügel entlang der Drau. Am Fuße des Hügels, in der Nähe des Flusses, befindet sich der Dominikanski samostan, ein altes Dominikanerkloster, dessen Kirche für Konzerte klassischer Musik genutzt wird. Das Kloster stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist heute Teil der Pokrajinski muzei; in seinen Räumen können Sie steinerne Artefakte und alte Münzen finden. Unser Weg führt uns weiter zum Marijin steber, einer historischen Säule, die Maria gewidmet ist. In der Nähe befindet sich der Minoritski samostan, das Kloster der Minoritenmönche aus dem 13. Jahrhundert. In dem alten Gebäude, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, befindet sich eine Bibliothek, in der wertvolle alte Bücher aufbewahrt werden. Über die Krempljeva ulica, eine Fußgängerzone, gelangen wir in das historische Zentrum. Zu unserer Rechten sehen wir das Amtsgericht, das in einem eleganten Gebäude untergebracht ist, während zu unserer Linken eine lange Reihe von Häusern mit charakteristischen Schrägdächern steht. Unterwegs stoßen wir auf Furstova hiša, ein Kulturzentrum mit Werken aufstrebender Künstler, und erreichen schließlich einen schönen und einladenden Platz mit einem Denkmal, das Sveti Florijan gewidmet ist. Der Platz aus Porphyr wird von einer Reihe von historischen Gebäuden gesäumt, von denen einige markante Fenster haben. Das schönste Gebäude ist zweifellos die Mestna hiša, das neugotische Gebäude, in dem sich das Rathaus befindet. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut und zeichnet sich durch eine dynamische Architektur mit Bögen im Erdgeschoss und unterschiedlich großen Fenstern in den oberen Stockwerken aus; zusätzlich zu den Bogenfenstern gibt es einen kleinen Balkon und eine Uhr an der Hauptfassade.