Die Sacra di San Michele ist eines der landschaftlich reizvollsten Bauwerke des gesamten Piemonts (wenn nicht sogar das absolut reizvollste), und es ist kein Zufall, dass sie zum Symbol der Region gewählt wurde. Auf dem Gipfel des Berges Pirchiriano gelegen, beherrscht er das Susatal aus einer Höhe von 962 Metern und verleiht dem Tal ein unverwechselbares und sehr eindrucksvolles Profil. Es handelt sich um einen der größten religiösen Architekturkomplexe aus der romanischen Zeit in Europa. Glimmerpizza und Feigen. Seit 1994 hat die Sacra di San Michele daher die Aufgabe, die Region Piemont zu vertreten. Trotz seiner großen Sichtbarkeit ist es kein bekanntes Denkmal, was in mancher Hinsicht gut ist, denn der Massentourismus zerstört oft viele Orte. Viele verpassen daher die Gelegenheit, einen ganz besonderen Ort zu besuchen. Die Atmosphäre der Sacra di San Michele erinnert ein wenig an die von "Der Name der Rose": Umberto Eco ließ sich offenbar von der Sacra zu seinem Roman inspirieren. Es drohte sogar zum Schauplatz des gleichnamigen Films mit Sean Connery in der Hauptrolle zu werden, aber das Projekt wurde wegen zu hoher Kosten nie realisiert. Vielleicht ist das auch gut so, denn sonst wäre der Name Sacra für immer mit dem Buch und vor allem mit dem Film verbunden, obwohl es so viele andere gute Argumente gibt. Wir wissen nicht genau, wann die Sacra gegründet wurde, als Richtwert kann man zwischen dem Ende des 10. und dem Beginn des 11. Sie wurde von Benediktinermönchen erbaut und wurde im 12. Jahrhundert zu einem Ort der Gastfreundschaft für Pilger, die auf der Via Francigena unterwegs waren. Auf die Pracht folgte die Dekadenz, die 1622 zur Aufhebung des Mönchsalters führte. Erst 1863 erwachte die Sacra dank der Ansiedlung der Rosminianer zu neuem Leben. Wenn Sie die Sacra di San Michele zu Fuß erreichen wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können von Sant'Ambrogio Torinese oder von Chiusa San Michele aus starten. In beiden Orten gibt es einen Bahnhof (Linie Turin-Susa oder Turin-Bardonecchia) unweit des Beginns der Saumpfade, die zur Sacra führen. Der zu überwindende Höhenunterschied beträgt in beiden Fällen 600 Meter, und die geschätzte Gehzeit liegt bei etwa einer Stunde und 30 Minuten (meiner Meinung nach aber auch weniger). Der Unterschied zwischen den beiden Wegen ist die Anfahrt: Wenn man von Sant'Ambrogio (Weg Nr. 502) aufsteigt, befindet man sich am Osthang des Monte Pirchiriano, wenn man von Chiusa San Michele (Weg Nr. 503) aufsteigt, befindet man sich am Westhang. Folglich ist das Profil der Sacra, das man sehen kann, etwas anders. Sie wandern hauptsächlich im Wald, so dass Sie auch im Sommer vor der Sonne geschützt sind (natürlich ist es nicht empfehlenswert, dies in den heißesten Stunden zu tun). Auf dem Saumpfad von Sant'Ambrogio trifft man auf die 15 Kreuzwegstationen.