Der Speyerer Dom, eine Basilika mit vier Türmen und zwei Kuppeln, wurde 1030 von Konrad II. gestiftet und Ende des 11. Jahrhunderts umgestaltet. Er ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches. Der Dom war fast 300 Jahre lang die Grablege der deutschen Kaiser. Der Dom zu Speyer ist historisch, künstlerisch und architektonisch eines der bedeutendsten Beispiele romanischer Baukunst in Europa. Er ist aufgrund seiner Ausmaße der größte und aufgrund der Geschichte, mit der er verbunden ist, auch der bedeutendste.
Die Kathedrale ist Ausdruck und Selbstdarstellung der Fülle kaiserlicher Macht in der Salierzeit (1024 - 1125) und wurde in bewusster Konkurrenz zur Abtei von Cluny als Repräsentationsbau der päpstlichen Opposition errichtet.
Der Dom nimmt den Grundriss von St. Michael in Hildesheim auf und vervollkommnet einen Grundrisstypus, der sich im gesamten Rheinland durchgesetzt hat. Dieser Grundriss zeichnet sich durch die Ausgewogenheit der östlichen und westlichen Blöcke sowie durch die symmetrische und einzigartige Anordnung der Türme aus, die die von Schiff und Querschiff gebildete Masse einrahmen. Unter Heinrich IV. wurden Umbauten und Erweiterungen vorgenommen. Der Speyerer Dom ist das erste bekannte Bauwerk, das mit einer umlaufenden Empore ausgestattet wurde. Auch das bei diesen Umbauten hinzugefügte Arkadensystem war ein Novum in der Architekturgeschichte.
Mit seiner Größe und dem Reichtum seiner Skulpturen, die zum Teil von italienischen Bildhauern geschaffen wurden, ragt er unter allen zeitgenössischen und späteren romanischen Kirchen in Deutschland heraus und hat deren Grundriss- und Gewölbemuster nachhaltig beeinflusst. Heute - nach der Zerstörung der Abtei Cluny - ist der Dom zu Speyer die größte romanische Kirche der Welt. Auch seine 1041 geweihte Krypta ist der größte Saal der Romanik. Nicht weniger als acht mittelalterliche Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation von Konrad II. bis Albrecht von Habsburg im Jahr 1309 wurden in seiner Gruft beigesetzt. Im Jahr 1689 wurde der Dom durch einen Brand schwer beschädigt. Der Wiederaufbau der Westjoche des Kirchenschiffs von 1772 bis 1778 als nahezu archäologisch exakte Kopie des ursprünglichen Baus kann als eine der ersten großen Leistungen der Denkmalpflege in Europa angesehen werden. Das von 1854 bis 1858 von Heinrich Hübsch auf den alten Fundamenten wieder aufgebaute Westwerk ist dagegen ein Zeugnis der romantischen Interpretation des Mittelalters und als solches eine eigenständige Leistung des 19. Im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig I. wurde der Innenraum von 1846 bis 1853 im spätnazarenischen Stil durch die Schule von Johannes Schraudolph und Josef Schwarzmann ausgemalt.