Ein verborgenes Wunder des Val Vobbia ist das Castello della Pietra, ein Ort, der so aus der Reihe tanzt, dass es fast kaum zu glauben ist.
Man nehme zwei nicht allzu weit voneinander entfernte Felsvorsprünge und errichte in der Mitte eine Burg: et voilà eines der kuriosesten und überraschendsten Bauwerke des ligurischen Hinterlandes und, ich wage zu behaupten, von ganz Italien. Eine perfekte Verschmelzung von Landschaft und menschlichem Einfallsreichtum, um die uns die griechischen Meteore beneiden werden.
Es gibt noch keine ausreichende und erschöpfende historische Dokumentation über das tatsächliche Datum des Baus, so dass man davon ausgeht, dass der Bau auf das Jahr 1100 oder ein noch früheres Datum zurückdatiert werden könnte, aber selbst jetzt bleibt das Rätsel bestehen.
In der Antike, seit der langobardischen Epoche, gab es die Mönche der Abtei San Colombano di Bobbio, zu der das Gebiet gehörte, die Einsiedeleien in Höhlen oder an hohen und unzugänglichen Orten errichteten, wie es bei der Einsiedelei von San Colombano der Fall war.1620 annektierte es Kaiser Matthias von Habsburg dem Lehen Pallavicino im Val Borbera und verlor damit jegliche autonome Gerichtsbarkeit, bildete aber bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eines der größten Lehen der Fieschi und Spinola; unter seiner Gerichtsbarkeit standen Torre di Vobbia, Pareto im Val Brevenna und Gordena im Alta Val Borbera. Später ging es in den Besitz der Familie Botta Adorno über. 1797 erreichten die französischen Truppen den Apennin, und auf Geheiß Napoleon Bonapartes wurden die Reichsfeuern unterdrückt. So verließ der letzte charismatische Schlossherr Michele Bisio das Gut, und nach einigen Jahren wurde es in Brand gesteckt, um seine fortschreitende Ruine zu dekretieren. Die Bronzekanonen wurden dem Bischof von Tortona abgenommen und dann zum Gießen der Glocken der Kirche Santa Croce di Crocefieschi verwendet.