Percebes sind in Spanien an den zerklüfteten Küsten Galiciens zu finden, vor allem in der Nähe der gefährlichen Klippen der "Costa da Morte", der Küste des Todes. Es handelt sich um eine wunderschöne Landschaft mit zerklüfteten Klippen, an denen das kalte Atlantikwasser gegen die riesigen Felsen drückt. Dies ist der perfekte Lebensraum für die Seepocken, die sich dauerhaft an die von der Brandung aufgeschlagenen Felsen heften und sich von Plankton und anderen kleinen Krustentieren ernähren, die ihnen die Wellen bringen. Die Fischer riskieren ihr Leben, wenn sie schwimmen, um die Percebes zu ernten, was die hohen Preise erklärt, die die Spanier für diese Delikatesse zahlen.
Die Percebes werden nur wenige Minuten in Salz- oder Meerwasser gekocht. Wie das galicische Sprichwort sagt: "auga a ferver, percebes botar" Wenn das Wasser kocht, nimmt man die Percebes heraus. Nach dem Kochen wird dem Wasser oder den Percebes nichts mehr hinzugefügt, um diesen besonderen, begehrten Geschmack zu bewahren, außer vielleicht ein Lorbeerblatt.
Der Kopf ist mit einer festen Schale bedeckt, die sich leicht vom Körper abziehen lässt und das feuchte, weiche und doch feste Fleisch im Inneren des Halses oder Körpers freilegt. Bei jedem Biss hat man das Gefühl, einen Spritzer des herrlich salzigen Meeres zu bekommen. Ein intensiver Geschmack, der an eine Mischung aus Auster, Muschel und Wellhornschnecke erinnert. Mutige öffnen die "Scheren" und saugen den Saft aus, um den intensivsten Geschmack zu genießen.