Die Villa Foscari überblickt den Naviglio del Brenta, den schiffbaren Kanal, der Padua mit Venedig verbindet, nicht weit von der Stelle, an der sein Wasser in die Lagune mündet, und nur wenige Kilometer Luftlinie vom Markusplatz entfernt. ie so genannte Riviera del Brenta wird durch eine Straße erschlossen, die die Orte Dolo und Mira berührt, vorbei an Hunderten von Villen, die in den goldenen Jahren der Serenissima gebaut wurden. Die gleiche Erfahrung kann man vom Wasser aus machen, an Bord der Motorschiffe, die die Erinnerung an den alten "Burchiello" mit einem obligatorischen Halt in Malcontenta wach halten.
Zum historischen Ereignis: Palladio wurde von den Brüdern Foscari beauftragt, eine Residenz zu entwerfen, die einer der bedeutendsten Familien der Stadt würdig ist, und er entwarf tatsächlich eine Villa, die isoliert und majestätisch, fast wie ein Schloss, wirkt. Die landwirtschaftlichen Nebengebäude sind dem feierlichen Zweck vorangestellt und befinden sich in einer defilierten Lage. Das Gebäude steht auf einem außergewöhnlich hohen Sockel, der zweifellos die Unmöglichkeit kompensiert, Kellerräume zu schaffen, der aber vor allem das Bedürfnis befriedigt, seine Monumentalität zu betonen.
In der Villa koexistieren typische Elemente der venezianischen Architektur und Muster der klassischen Kunst auf einzigartige Weise. Die Hauptfassade ist dem Wasser zugewandt, wie bei den Palästen am Canal Grande, aber die Linienführung mit der majestätischen Loggia mit ionischen Säulen, die von zwei feierlichen Treppen flankiert wird, entspricht den vom Architekten studierten römischen Bauten. Die dem Garten und der Landschaft zugewandte Rückfassade ist aufgrund ihrer originellen Komposition noch interessanter, denn sie weist ein dreifach lanzettförmiges Fenster auf, das von einem großen Wärmeschutzfenster überragt wird - ein wahrscheinlich von Raffael inspiriertes Schema -, das ein außergewöhnliches Gefühl von Transparenz vermittelt. Auf dem Dach erheben sich vier raffinierte zylindrische Schornsteine. Im Inneren sind die Zimmer um den beeindruckenden Raum mit dem griechischen Kreuz angeordnet, der von Zelotti meisterhaft mit Fresken bemalt wurde.
Was die Geschichte der Villa betrifft, so gibt es eine erste Erklärung für die Bezeichnung "Malcontenta", die sich auf die Legende einer Frau aus der Familie Foscari bezieht, die hier eingesperrt war, um für ihre Untreue zu büßen. Historisch belegt ist jedoch der Durchzug von Königen, Herzögen und anderen mächtigen Persönlichkeiten. Nach komplexen Ereignissen ging die Villa wieder in den Besitz der Stifterfamilie über.