Die Geschichte von MAXXI begann im Herbst 1997, als das damalige Kulturgüterministerium vom Verteidigungsministerium den Verkauf eines großen Areals im Stadtteil Flaminio in Rom erwirkte, auf dem sich Werkstätten und Pavillons der ehemaligen Montello-Kaserne befanden, die seit einiger Zeit nicht mehr genutzt wurden. Ziel war die Schaffung eines neuen nationalen Museumszentrums für zeitgenössische Kunst, für dessen Entwurf 1998 ein internationaler Ideenwettbewerb in zwei Phasen ausgeschrieben wurde. Der Aufruf zum Wettbewerb umfasste einen komplexen Funktionsplan mit verschiedenen Museumspolen: ein Museum für Architektur und eines für die Künste des 21. Jahrhunderts, einen Raum für experimentelle Produktionen, eine Bibliothek, ein Auditorium, Räume für Live-Veranstaltungen und schließlich Bildungsräume. Aus 273 Bewerbungen aus der ganzen Welt wurde das Projekt der anglo-irakischen Architektin Zaha Hadid ausgewählt. Zaha Hadids Vorschlag überzeugt die Jury durch seine Fähigkeit, sich in das städtische Gefüge zu integrieren, und durch seine innovative architektonische Lösung, die in der Lage ist, das Potenzial der neuen Institution zu interpretieren und sie mit einer außergewöhnlichen Abfolge von öffentlichen Räumen auszustatten. 1999 begann das Ministerium für kulturelles Erbe und kulturelle Aktivitäten mit den ersten Restaurierungsarbeiten an einigen Gebäuden der ehemaligen Montello-Kaserne, die im Rahmen des Projekts von Zaha Hadid erhalten bleiben sollten, um einen temporären Ausstellungsraum zu schaffen und so die kulturelle Planung der zukünftigen Institution während der vier Jahre zu erproben, die für ihre vollständige Realisierung notwendig sind. Am 20. März 2003 begannen die Bauarbeiten offiziell mit der "Grundsteinlegung". Zu diesem Anlass nimmt die entstehende Institution ihren aktuellen und endgültigen Namen an: MAXXI Museo nazionale delle arti del XXI secolo.