Der baufällige Zustand des alten Gemeindetheaters veranlasste die Stadtverwaltung 1838 zum Bau eines neuen Theaters auf dem damaligen Slargo degli Svizzeri, der heutigen Piazza Garibaldi. Piazza Garibaldi. Am 15. Mai 1852 wurde das neue Theater mit Meyerbeers Roberto der Teufel unter der Regie von Giovanni Nostini und mit Adelaide Cortesi, Marco Viani und Feliciano Pons in den Hauptrollen offiziell eröffnet. Feliciano Pons, unmittelbar gefolgt von dem Ballett La zingara, mit der Künstlerin Augusta Maywood. Der Bau des Gebäudes wurde den Venezianern Tomaso und Giovanni Battista Meduna anvertraut, die kurz zuvor die Restaurierung des berühmten Theaters La Fenice in Venedig abgeschlossen hatten. Dem venezianischen Projekt nicht unähnlich, ist das Ergebnis ein neoklassizistisches, landschaftlich sehr reizvolles Gebäude. Die Eingangshalle, die von zwei Räumen flankiert wird, die schon damals eine Trattoria und ein Café beherbergen sollten, führt den Besucher zur großen Treppe, die zu den Rängen und Logen führt. Ursprünglich bestand der halbelliptische Theatersaal aus vier Rängen mit insgesamt fünfundzwanzig Logen und einer Galerie. Das Parkett hingegen befand sich auf einer schiefen Ebene, die weniger umfangreich war als heute, wodurch mehr Platz für das Proszenium und den Orchestergraben zur Verfügung stand. Die neoklassizistischen Dekorationen der Maler Giuseppe Voltan und Giuseppe Lorenzo Gatteri sind ebenfalls venezianisch. Im Laufe der Jahre hat das Theater Künstler und Persönlichkeiten aus der ganzen Welt beherbergt: von Gabriele D'Annunzio bis zur "göttlichen" Maria Callas, die hier 1954 La forza del destino aufführte.