Der so genannte Palazzo di Teoderico ist das einzige erhaltene architektonische Zeugnis des 8. Jahrhunderts n. Chr. in Ravenna und beherbergt im ersten Stock eine Auswahl von Fußbodenmosaiken, die zu dem gehören, was die bemerkenswerteste Entdeckung des frühen 20.
DER PALAST
Vom antiken Palastviertel der Kaiserstadt ist der Teil des Gebäudes, der als Narthex und Fassade der Kirche San Salvatore in Calchis (8. Jh. n. Chr.) identifiziert wurde, heute noch sichtbar, von dem auch die Fundamente des Hauptkörpers erhalten sind. Dank der Restaurierungen des 20. Jahrhunderts durch Corrado Ricci, den ersten Superintendenten Italiens, ist die Struktur, insbesondere der Prospekt, der aus einer doppelten Wand besteht, heute wieder in ihrem ursprünglichen Aussehen lesbar: im Erdgeschoss mit dem Portal und den beiden Bogenpaaren und im Obergeschoss die imposante Nische mit dem zweibogigen Fenster, das von zwei symmetrischen Reihen von Blendbögen flankiert wird. Vor den Restaurierungsarbeiten wurde die Außenfassade der Via di Roma vollständig zugemauert und auf der rechten Seite das Porphyrbecken, der Sarkophag des Ostgotenkönigs, der sich im Inneren der oberen Zelle des Theodorischen Mausoleums befindet, eingemauert. Die Rückseite zeichnet sich durch symmetrische Treppenläufe aus, die den Narthex der Kirche mit dem Raum im ersten Stock verbinden: der eine wurde von Ricci komplett umgebaut, vom anderen sind nur noch die Fundamente und einige Mauerreste erhalten. Imposant und suggestiv ist der große Bogen, der dieses Zugangsbauwerk mit dem basilikalen Körper der Kirche verbindet.
DIE SAMMLUNG VON BODENMOSAIKEN
Im ersten Stock des Gebäudes, verdeckt durch das von der Via di Roma aus sichtbare, zweibogige Fenster, ist ein Drittel der bei den Ausgrabungen von 1908-14 geborgenen Bodenmosaiken freigelegt. Dies ist ein wirklich außergewöhnlicher Komplex, der sechs Jahrhunderte Geschichte umfasst.
Sie können sehen, Fragmente des Fußbodens in opus sectile aus polychromem Marmor (I-II Jh. n. Chr.) aus den Räumen der Darstellung des Palatiums (Apsidensaal und triconco), Fragmente des Mosaikfußbodens figurativ (V Jh. n. Chr.).), die aus den Korridoren stammen, die das Peristyl umgaben und vor allem Szenen von Zirkusspielen darstellten, Bodenfragmente (6. Jh. und theoderizische Epoche), die mit geometrischen, phytomorphen oder floralen Motiven verziert waren und die, nachdem sie auch nach der Aufgabe des Palastes und der Auflösung des Exarchats länger in Gebrauch geblieben waren, den späteren Verfall der ausführenden Qualität der Mosaikarbeiter von Ravenna im 7.