Das Berenziano-Museum in Cremona, das im Bischöflichen Seminar eingerichtet wurde, wurde 1913 von Herrn Angelo Berenzi gegründet, nachdem er seine Sammlungen dem Bischöflichen Seminar selbst geschenkt hatte. 1913 schenkte Herr Angelo Berenzi, Domherr, Historiker und Lehrer am Seminar selbst, der Institution die Kunstwerke und Gegenstände, die er während seines Lebens gesammelt hatte, und gründete so ein Museum, das dem Andenken seiner kürzlich verstorbenen Mutter Caterina Gorno gewidmet ist.
Im Laufe der Zeit hat sich der ursprüngliche Kern der Sammlung um archäologische Funde, Werke und Objekte aus späteren Nachlässen und Schenkungen erweitert, wie z.B. die Kopie einer etruskischen Amphore, die Papst Benedikt XV. gesandt hatte. Der Rundgang durch das Museum ist in drei Ausstellungsabschnitte unterteilt:
Archäologisch mit archäologischen Funden aus Ausgrabungen, wie Terrakotten, Münzen, Bronzen und Waffen; Historisch-naturalistisch mit Herbarien (XVIII. Jahrhundert), zoologischen Präparaten, Mineralien und Gesteinen; Künstlerisch mit Werken von Romanino, Parmigianino, Campi, Cima da Conegliano, Meloni, Genovesino und anderen. Von besonderem historisch-künstlerischem und kulturellem Interesse:
Das Museum bewahrt Funde, Werke und Objekte, die sich durch ihr historisch-künstlerisches Interesse und ihren kulturellen Wert auszeichnen:
Drei Deckenplatten (zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts) von Bonifacio Bembo. Statue des Heiligen Sebastian (erstes Viertel des 16. Jahrhunderts), aus mehrfarbigem Holz, von Giovanni Angelo Del Maino. Anbetung der Hirten (1512 - 1514), Öl auf Holz, von Altobello Meloni[1]. Mystische Hochzeit der Heiligen Katharina von Alexandria (zweites Viertel des 17. Jahrhunderts), Öl auf Leinwand, von Luigi Miradori, bekannt als der Genovesino. Statue des auferstandenen Jesus Christus (Ende 17. - Anfang 18. Jahrhundert), aus Holz, polychrom und vergoldet, Giacomo Bertesi zugeschrieben. Kuss von Judas Iskariot (um 1840), Öl auf Leinwand, von Giuseppe Diotti. Ikonen, datierbar vom 15. bis 19. Jahrhundert. Kupferstiche von Rembrandt, Dürer und Callot. Abgerundet wird der Besuch durch die Bibliothek des Seminars, in der wertvolle Inkunabeln und antike Drucke aufbewahrt werden.