Der Bilancino-See ist ein künstlich angelegter Stausee, um den sich im Sommer viele Einwohner der Region versammeln: Man kann dort baden und verschiedene Sportarten ausüben, darunter Segeln, Kanufahren und Windsurfen. Der Bilancino-See, der nur wenige Minuten von Barberino di Mugello entfernt liegt, ist ein touristisches Gebiet, das zahlreiche Aktivitäten im Freien anbietet; in der Sommersaison kann man am Ufer baden, und es gibt eine Reihe von Einrichtungen mit Sonnenschirmen, Liegestühlen, Sonnenliegen und Erfrischungsmöglichkeiten. Ein Blick auf den Bilancino-See Bilancino-See, Barberino di Mugello Bildnachweis Dank seines besonders sauberen Wassers ist der See ein idealer Lebensraum für eine sehr reiche Fischfauna, die vor allem aus Karpfen, Karauschen, Döbeln, Forellenbarschen, Aalen und Barschen besteht. Um die Wiederansiedlung bestimmter Fischarten zu fördern, ist der Fischfang nicht in allen Gebieten erlaubt. Aber auch das Sportfischen ist sehr beliebt, und neben diesem Sport gibt es viele andere Möglichkeiten, neue Sportarten auszuüben, nicht nur in Mugello, sondern in der gesamten Toskana, wie Kanu fahren, Segeln und Windsurfen. An den Ufern des Sees gibt es Wander- und Radwege, man kann Trekking machen und Ausflüge in die üppige Flora und Fauna rund um den See organisieren. Dank dieser blühenden Natur wurde am Nordostufer des Sees die Oasi Naturalistica di Gabbianello eingerichtet, ein Rastplatz für Tiere, die auf dem Weg zum Tyrrhenischen Meer wandern. Heute ist die Oase von Gabbianello das einzige geschützte Gebiet in der Region und von großem Wert für die Erhaltung der Artenvielfalt, denn das Seegebiet wird von zahlreichen Vögeln besucht, darunter der Weißstorch, der Kranich, die Wildgans, die Nachtigall und der Habicht. Die Oase Gabbianello bietet vor allem Familien und Kindern die Möglichkeit, den großen naturkundlichen und faunistischen Wert durch Führungen und Freizeitaktivitäten kennen zu lernen. Der Damm, der 69 Millionen Kubikmeter Wasser fasst und eine maximale Tiefe von 31 Metern erreicht, wurde 1999 offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, aber seine Planung begann nach dem Hochwasser von Florenz im Jahr 1966. In jenen Jahren begann das Projekt zum Aufstauen des Flusses Sieve bei Bilancino, das die Überschwemmungsgefahr des Arno eindämmte und die Wasserversorgungsprobleme des florentinischen Gebiets löste.