Das Museum von Santa Giulia ist das Hauptmuseum in Brescia und befindet sich entlang des antiken Decumanus maximus des römischen Brixia. Es ist im Inneren des Klosters Santa Giulia untergebracht, das von König Desiderio in der langobardischen Epoche erbaut und im Laufe der mehr als tausendjährigen Geschichte mehrfach erweitert und verändert wurde. Einzigartig in Italien und Europa in Bezug auf Ausstellungsgestaltung und -ort, ermöglicht das Museum der Stadt, das in einem Klosterkomplex lombardischen Ursprungs untergebracht ist, auf einer Ausstellungsfläche von etwa 14.000 Quadratmetern eine Reise durch die Geschichte, Kunst und Spiritualität Brescias von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart.
Ein Benediktinerinnenkloster, das vom letzten Langobardenkönig Desiderius und seiner Frau Ansa 753 n. Chr. erbaut wurde. San Salvatore - Santa Giulia spielte auch nach der Niederlage Karls des Großen gegen die Langobarden eine führende Rolle - religiös, politisch und wirtschaftlich.
Als Ort historischer Erinnerungen, geschichtet über die Jahrhunderte und ständige Quelle überraschender Entdeckungen, ist der Klosterkomplex eine sichtbare Verflechtung von Epochen.
Sie wurde auf einem Gebiet errichtet, das bereits in römischer Zeit von bedeutenden Domus bewohnt war, und umfasst die langobardische Basilika San Salvatore und ihre Krypta, das romanische Oratorium Santa Maria in Solario, den Nonnenchor, die Kirche Santa Giulia aus dem 16. Jahrhundert und den Kreuzgang.
Ein Gebiet also, das fast wie aus Berufung dazu bestimmt ist, das Museum der Stadt zu beherbergen, das sich zu Recht als Dreh- und Angelpunkt der Besuchsroute nach Brescia anbietet.
Das Element, das das Museum charakterisiert und so besonders macht, ist die sehr enge Verbindung zwischen "Container" und den ausgestellten Objekten. Gegenwärtig besteht der "Sarg" von Santa Giulia aus etwa 11.000 Stücken: keltische Artefakte wie Helme und Freudenfeuer, römische Porträts und Bronzen, langobardische Zeugnisse, Grabbeigaben, Mosaiken und Fresken.
Symbol der Stadt ist der geflügelte Sieg, die große Bronze aus dem Kapitol, Gegenstand neuerer Untersuchungen, die ein neues Licht auf die Geschichte der antiken Kunst und des antiken Lebens in Brixien werfen.