Die Legende besagt, dass seine Ursprünge auf die Griechen zurückgehen. Derselbe Geograph Strabene aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. erklärt, dass sie von den Arkadiern Griechenlands abstammt, die ihr den Namen Tegeate in Erinnerung an die Stadt Tegea gaben. Aber auch wenn seine Ursprünge nicht klar sind, so bestätigen doch zahlreiche archäologische Funde, die bei Ausgrabungen in jüngster Zeit ans Tageslicht gekommen sind, die Meinung derjenigen, die ihn viele Jahrhunderte vor Christus auf die Marrucini zurückführen, einen Stamm, dessen Geschichte nur bekannt ist, wenn er zusammen mit der der Alarsi, Peligni und Frentani, wurde sie von den Römern unterworfen, weil sie indirekt am Samnitenbund gegen Rom beteiligt war. Aus historischen Quellen geht hervor, dass Teate mit den Römern am Krieg gegen Pyrrhus, am Krieg in Gallien, an den Punischen Kriegen und am Krieg in Makedonien teilnahm. Zur Zeit des Römischen Reiches erlangte die Stadt Teate eine außergewöhnliche Pracht und wurde mit Monumenten (Theater, Thermen usw.) bereichert, von denen heute noch Reste zu sehen sind. Es war der Sitz des kaiserlichen Prokurators. Mit dem Aufkommen des Christentums empfing das edle Teate, das selbst in Rom bekannte und geschätzte Männer hervorgebracht hatte, nicht ohne Widersprüche die neue, auf dem Wort Christi beruhende und ihm angepasste Wirklichkeit. Im 4. Jahrhundert war es der Bischof und Heilige Giuscino, der die theatinische Kirche festigte und organisierte. Im Mittelalter wird die Stadt als im Vollbesitz ihrer bürgerlichen Rechte stehend erwähnt. Im Jahr 801 wurde sie von Pepin, dem Sohn Karls des Großen, zerstört, aber aus den Ruinen wiederauferstanden, blühte sie wieder auf. Um das Jahr 1000 machten die Normannen die Stadt zu einem ihrer wichtigsten Zentren, und später, im 13., 14. und 15. Jahrhundert, restaurierten die Aragonier und Anjou die Stadt in ihrer ganzen Pracht. In der Tat wurde Chieti zur Hauptstadt der Abruzzen-Citra ernannt.
Alfons V. von Aragon war so begeistert von der Stadt, dass er sie zum Sitz des Vizekönigs machte. Im 16. Jahrhundert wurde sie in den Rang einer Metropolitanstadt erhoben und zum Sitz des Erzbistums von Giovanni Pietro Carata, dem späteren Papst Paul IV. Nach einem Leben, das sich durch einen herausragenden kirchlichen Einfluss auszeichnete, bestätigte Karl III. von Bourbon im 18. Jahrhundert seine besondere Vorliebe für die Kirche, bis er, nachdem er seine bisweilen larvenhafte Opposition gegen die Franzosen und seine Loyalität zu den Bourbonen bekundet hatte, nicht unempfindlich gegenüber dem Freiheitsschrei, der aus ganz Italien kam, mit seinen besten Söhnen am Kampf um die Unabhängigkeit teilnahm. Im Jahr 1860 wurde Viktor Emanuel II. mit großen Ehren in der Stadt empfangen und im Triumph davongetragen.
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