Es ist unglaublich, dass bis zu seiner Entdeckung im Jahr 2000 hinter dem kleinen Dorf Pietravairano (CE) ein römisches Theater versteckt war, das so schön ist, dass es an die atemberaubende Kulisse von Taormina erinnert.Das Tempeltheater verbindet seine Wiedergeburt mit einem Namen und Nachnamen: Nicolino Lombardi, ein Schuldirektor und Historiker mit einer besonderen Leidenschaft für das Fliegen. Es war ein kalter Morgen im Februar 2000 und zu einer Zeit, als Fotodrohnen nur in der Science-Fiction vorstellbar waren, beschloss der gute Professor Lombardi, über die Hügel des alten normannischen Dorfes Pietravairano zu fliegen. Seit seiner Studienzeit träumte er davon, eines Tages einen historischen Fund machen zu können. Er fühlte es, er suchte es, er wünschte es sich. "Ich habe eine Menge Fehler gemacht, aber ich habe weiter gesucht. Und ich habe es hinter dem Haus gefunden", sagte er. Auf der Höhe des Monte San Nicola, so heißt der Tempelberg, bemerkte er, dass etwas nicht stimmte. Dort waren weiße Steine halbkreisförmig angeordnet, zu eigenartig, um eine einfache Laune der Natur zu sein. Er fotografierte die Szene und beschloss dann, sie eingehend zu studieren. Dies war eine dieser Szenen, bei denen das Herz fast bis in den Hals zu steigen schien. Er hatte den Jackpot geknackt. Nach hunderten von Flügen, Erkundungen, Fotos und Recherchen war es dann soweit: Diese Mauern waren die Überreste eines römischen Tempeltheaters, das 2000 Jahre lang verlassen war. Und das dritte Jahrtausend hätte nicht besser eingeweiht werden können, wenn nicht mit einer epochalen Entdeckung: Das Bauwerk aus der Zeit der alten Römer musste wunderbare Emotionen zurückgeben: San Nicola mit seinen 410 Metern Höhe ist ein perfekter Ort, um die gesamte Provinz Medio-Volturno mit ihren Feldern und ihrer smaragdgrünen Natur zu sehen. Sie wurde um das erste Jahrhundert nach Christus erbaut. Der Weg dorthin ist für Schwache und Hitzegeplagte überhaupt nicht zu empfehlen. Der Weg ist in der Tat ziemlich unzugänglich und im Sommer voller Laub und Pflanzen, die die Passage behindern. In einer halben Stunde Fußmarsch können Sie jedoch den Gipfel des Monte San Nicola erklimmen. Von dort aus verschwindet jede Anstrengung und wird mit einem Anblick belohnt, der keiner Worte bedarf, wenn nicht gar der Emotion, die das einzige Foto hervorrufen kann.