Die Insel San Pietro ist Teil des kleinen Cheradi-Archipels, das reich an Geschichte und biologischer Vielfalt ist.
Es ist ein wunderschöner Ort, sowohl über als auch unter dem Meeresspiegel. Und es ist ein Ort, der einst die Stadt während der Kriege verteidigte.
Früher gab es auf dieser Insel dichte Wälder mit Bäumen, die Bernstein von bester Qualität hervorbrachten; es gab sogar diejenigen, die ihnen wegen der großen Menge an Korallen den Spitznamen "Auree" gaben. Von hier stammt vielleicht das Toponym Coradi und Chèradi. In griechischer und römischer Zeit scheint er bewohnt und weit verbreitet gewesen zu sein.
St. Peter's Island ist eine Oase für viele Vogelarten wie Schleiereulen, Meeresschnepfen, Wachteln, Eisvögel, Turmfalken, Turteltauben, Möwen und Kormorane. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde hier die Chapterfarm gebaut und an einen Bauern vermietet, der Weizen und Oliven- und Feigenbäume anpflanzte. Dann, mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs und der Besetzung durch die Marine, wurden alle landwirtschaftlichen Aktivitäten aufgegeben und ein ausgedehnter Kiefernwald gepflanzt, dessen Vegetation noch heute zu sehen ist und zu dem Steineichen, Eichen und Platanen hinzukamen.
Heute ist die Insel ein wertvolles Zeugnis der napoleonischen Epoche: man kann noch immer die Kanonenbasen, verschiedene Stützpunkte und den großen Panzerturm bewundern. Es gibt noch antike Holzeinbauten, Gitter und reich verzierte Bronzerinnen sowie die Kalksteinplatten, die die Mauern der Festung bedecken.
Die umliegenden Meeresböden sind reich an Posidonia-Prärien, verschiedenen Arten von Muscheln, Walnüssen, Meertrüffeln und behaarten Muscheln, sogar mehrere Exemplare von Pinna Nobilis.
Außerdem gibt es zahlreiche Algen-, Weichtier- und Schwammarten, Coelenterate, Würmer, Manteltiere, Igel und Seesterne.
Zur Verteidigung dieser Wunder gibt es Delfine in mehreren Exemplaren, die dank der akribischen wissenschaftlichen Forschung des Jonian-Delfinschutzes Tausende von ausländischen Touristen anziehen.