Die Burgruine Gösting bietet das perfekte Ziel für eine Wanderung, die von Graz aus leicht zu erreichen ist: Der steile, aber kurze Aufstieg führt am Jungfernsprung vorbei, dem Ort, von dem sich der Sage nach die liebeskranke und trauernde Anna von Gösting ins Verderben stürzte. Weiter oben, bei der Burgruine, bieten sich eindrucksvolle Ausblicke auf das strategisch wichtige Murtal, Graz selbst und die Landschaft um Gösting. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1042. Sie wurde bis ins 15. Jahrhundert häufig als Festung zum Schutz gegen die Türken und Ungarn ausgebaut. Sie war Teil des Signalfeuersystems, das die Bevölkerung im Gefahrenfall warnen sollte. Im Jahre 1707 wurden Burg und Herrschaft von den Grafen von Attems erworben. Am 10. Juli 723 traf ein Blitz das Schießpulvermagazin, und ein großer Teil der Burg brannte ab. Es wurde nicht wieder aufgebaut, und 1728 wurde es durch die neue Barockresidenz der Familie Attems ersetzt.