Nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, in Richtung Cesena, liegt Forlimpopoli. Die jeweiligen Plätze sind nun durch einen Radweg verbunden, auf dem man sich bequem mit dem Fahrrad fortbewegen kann. Die artusianische Stadt organisiert jährlich große Veranstaltungen wie die Festa Artusiana zu Ehren von Pellegrino Artusi zu Beginn des Sommers oder die Segavecchia Ende März, aber im Allgemeinen ist sie das ganze Jahr über schön. Obwohl die Stadt heute vor allem als Geburtsort des berühmten Literaten und Gastronomen Pellegrino Artusi (Forlimpopoli 1820-Florenz 1911) bekannt ist, so dass sie auch als Artusi-Stadt bezeichnet wird, hat Forlimpopoli auch eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Von den Römern im 2. Jahrhundert v. Chr. gegründet und im Mittelalter von Pilgern auf dem Weg nach Rom aufgesucht, besitzt die Stadt noch heute einige bedeutende Bauwerke, wie die Rocca Albornoziana mit quadratischem Grundriss, die den Hauptplatz beherrscht. Jahrhunderts auf den Ruinen der alten Kathedrale erbaut, beherbergt die Rocca noch heute das Rathaus, aber in den unterirdischen Räumen ist die Geschichte der Stadt verborgen. Hier befindet sich das Archäologische Museum "T. Aldini" mit paläolithischen, römischen (einschließlich Mosaiken und Amphoren), mittelalterlichen und spätmittelalterlichen Artefakten und Funden aus der Umgebung. Interessant ist auch die Chiesa dei Servi, die sich in der Nähe der Piazza befindet. Erbaut gegen Mitte des 15. Jahrhunderts, erhielt das Gebäude jedoch erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts sein heutiges Aussehen: eine Reihe von Gebäuden, an deren Spitze der charakteristische Turm aus dem 18. Der reich verzierte und elegant eingerichtete Innenraum verfügt über sechs große Nischen mit Altären, die mit wertvollen Gemälden geschmückt sind, darunter ein von Marco Palmezzano gemaltes Altarbild der Verkündigung. Die Stiftskirche S. Ruffillo ist ein Beispiel für die Architektur des 6. Jahrhunderts und beherbergt die Reliquien des Heiligen, des ersten Bischofs von Forlimpopoli. Sie wurde im 15. Jahrhundert wiederaufgebaut und 1821 restauriert.