Die Strade Nuove und das Sistema dei Palazzi dei Rolli stellen aufgrund der Einheitlichkeit des Stadtgrundrisses und der architektonischen Merkmale der Paläste ein außergewöhnliches Modell einer noblen Wohngegend dar, die im Zentrum der modernen Stadt verbleibt. Sie bilden ein Scharnier zwischen den mittelalterlichen Straßen im Süden und den zeitgenössischen Verkehrsstrukturen im Norden, wie das wertvollste Fragment des Rings aus dem 16. und 17.
In dieser Straße befanden sich über hundert Paläste adliger Stadtfamilien, die in offiziellen Listen (den rolli) aufgeführt waren, eine einzigartige soziale und wirtschaftliche Identität, die die moderne Stadtarchitektur in Europa einleitete.
Eintragung in die Unesco-Liste des Welterbes:
Vilnius (Litauen), 8-16 Juli 2006
Aufnahmekriterien
(ii) Die Strade Nuove und die dazugehörigen Palazzi zeigen einen wichtigen Austausch von Werten in der Entwicklung der Architektur und des Städtebaus im 16. und 17. Diese Beispiele wurden in den architektonischen Abhandlungen der damaligen Zeit verbreitet und machten die Strade Nuove und die Paläste der Spätrenaissance in Genua zu einer bedeutenden Referenz für die Entwicklung der manieristischen und barocken Architektur in Europa; (iv) Die Strade Nuove in Genua sind ein außergewöhnliches Beispiel für ein städtebauliches Ensemble aus Adelspalästen von großem architektonischen Wert, das die Wirtschaft und Politik der Handelsstadt auf dem Höhepunkt ihrer Macht im 16. und 17. Das Projekt zeugt von einem neuen und innovativen Geist, der das "Siglo de los Genoveses" (1563-1640) gut repräsentiert. Im Jahr 1576 erstellte die Republik Genua per Gesetz die Rolli, eine offizielle Liste der wichtigsten Paläste, die als geeignet galten, die berühmtesten Gäste zu empfangen.