Haselnüsse, oder Irpinia-Haselnüsse, werden oft als die besten der Welt angesehen. In der Region der Provinz Avellino werden in der Tat sicherlich die besten Haselnüsse Italiens erzeugt, so dass sie etwa ein Drittel der gesamten nationalen Produktion ausmachen. Laut terredellupo.it reichen die ersten Haselnusskulturen in Irpinien Tausende von Jahren zurück, da die Etrusker, die dort siedelten, sich bereits der Bedeutung dieses Gebiets bewusst waren. Heute werden die Irpinia-Haselnüsse je nach Sorte für die Herstellung von Süßigkeiten, insbesondere Nougat, verwendet oder frisch direkt auf unseren Tischen verzehrt. Das Landwirtschaftsministerium der Region Kampanien unterscheidet drei Hauptsorten von Haselnüssen, die hauptsächlich in Irpinien produziert werden. Die erste ist die Mortarella, die sich durch eine mäßig kleine, subzylindrische und seitlich komprimierte Frucht auszeichnet. Die Schale ist ziemlich dünn und von hellbrauner Farbe mit leichten Streifen von intensiverer Farbe. Das starke Aroma, das den Samen charakterisiert, macht ihn ideal zum Rösten oder zur Verwendung bei der Herstellung von Nougat. Im Gegensatz zu den anderen wird Mortarella in fast allen landwirtschaftlichen Gebieten Kampaniens produziert, da sie am einfachsten anzubauen ist. Die Camponica-Haselnuss, die ausschließlich in den hügeligen Gebieten der Provinz Avellino angebaut wird, ist viel schwieriger anzubauen. Was seine Herstellung so schwierig macht, ist die Notwendigkeit einer großen Höhe und eines besonderen Klimas. Die Frucht hat eine viel kreisförmigere Form, die Haselnuss wird eigentlich "la Tonda" genannt. Die Schale ist widerstandsfähig, der Samen ist groß und hat ein festes, weißes Fruchtfleisch. Besonders wertvoll, eignet er sich hervorragend für den direkten Verzehr, vielleicht sogar frisch: Beim Kochen würde er seinen einzigartigen Geschmack zerstreuen.
Am billigsten ist die San Giovanni- oder Sangiovannara-Haselnuss. Sie wird hauptsächlich in den flachen Gebieten zwischen Neapel und Avellino angebaut und hat eine längliche Form und ist an den Seiten leicht zusammengedrückt. Die Schale ist hellbraun und ziemlich dünn, der Samen ist mittelgroß bis klein. Gerade ihre abgeflachte Form macht sie weniger begehrt und daher billiger als Mortarella: die organoleptischen Eigenschaften sind fast identisch.