Die Kirche Unserer Lieben Frau von den Griechen ist die älteste Kirche in Locorotondo, die zweimal gebaut wurde. Das erste Gebäude stammt aus dem VII-VIII Jahrhundert, während das jetzige aus dem XV Jahrhundert stammt. Letztere wurde 1480 im Auftrag von Pirro Orsini del Balzo, Fürst von Tarent, der in Locorotondo zu Besuch war, errichtet. Man entschied sich, sie an der Stelle zu errichten, an der sich bereits eine Grotte mit einem Bild der Madonna befand, und noch heute kann man Spuren der primitiven Struktur sehen, die in die aus dem 15. Trotz der verschiedenen Umbauten, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte erfahren hat, bewahrt sie im Inneren einen mittelalterlichen gotischen Stil und außen eine nüchterne mittelalterliche Essenz. Die Fassade ist glockenförmig mit seitlich abfallenden Dächern, die die innere Aufteilung der drei Kirchenschiffe andeuten. Die Fassade wird von einer steinernen Rosette durchbrochen, die im zwanzigsten Jahrhundert von dem Meister Locorotondo, Domenico Rosato, nach einem Entwurf von Vito Giuseppe Curri angefertigt wurde. Die Fensterrose ist eine Nachbildung der früheren, mittelalterlichen Fensterrose, die zerstört wurde. An den oberen Winkeln des ersten Aufrisses der Fassade befinden sich die Statuen der Heiligen Petrus und Paulus, die höchstwahrscheinlich aus der alten Mutterkirche stammen. In der Vergangenheit muss die Kirche mit Fresken geschmückt gewesen sein, wovon ein Fragment eines Freskos der Madonna mit Kind an der Wand des rechten Seitenschiffs zeugt. Einige Bildhauerarbeiten aus lokalem Stein sind in einem hervorragenden Zustand erhalten. Auf dem Hochaltar befindet sich das Polyptychon der Madonna delle Rose mit s.. Lucia, s. Peter, s. Paolo und s. Oronzo, in Auftrag gegeben im 16. Jahrhundert von Ottaviano Loffredo, Herr von Locorotondo. Zwei weitere wertvolle Werke: das Flachrelief des Heiligen Georg (1559) am Ende des linken Seitenschiffs und die Statue eines knienden Kriegers mit gefalteten Händen, dessen Identität rätselhaft ist. Für die einen ist es Pirro Orsini del Balzo, für die anderen Ottaviano Loffredo.