Die Königlich-Päpstliche Basilika San Francesco di Paola ist eine Basilika, die sich in Neapel auf der Piazza del Plebiscito im historischen Zentrum befindet. Die Basilika gilt als eines der wichtigsten Beispiele neoklassizistischer Architektur in Italien. Joachim Murat kam in Neapel während einer Zeit der Stadtsanierung an und ordnete den Abriss aller Gebäude im Bereich der heutigen Piazza del Plebiscito an, um einem Ort Platz Platz zu machen, der den Namen Gran Foro Gioacchino tragen sollte: Unter den vorgestellten Projekten wählte der Rat für Zivilbauten im Einvernehmen mit dem Architekten des Königshauses Antonio De Simone das Projekt von Leopoldo Laperuta aus, der den Bau eines Portikus mit einem runden Saal in der Mitte vorschlug, der als Ort für Volksversammlungen dienen sollte. Die Arbeiten begannen 1809, wurden aber wegen der Vertreibung von Joachim Murat aus Neapel und der Wiederherstellung der bourbonischen Krone nie abgeschlossen: Ferdinand I. der beiden Sizilien beschloss dann, als Gelübde an den heiligen Franz von Paola, der sich für seine Rückkehr auf den Thron des Königreichs eingesetzt hatte, in der Mitte des Portikus eine Kirche zu errichten. Der Tessiner Architekt Pietro Bianchi, der das alte Laperuta-Projekt teilweise abgestaubt hatte, gewann einen Wettbewerb und erfüllte alle Wünsche des Königs, wie z.B. die Höhe der Kuppel, die nicht höher als der gegenüberliegende Königspalast sein sollte: die Arbeiten wurden an Domenico Barbaja vergeben und der erste Stein wurde am 17. Juni 1816 gelegt; die Fassade wurde 1824 fertiggestellt, die Innendekoration 1836, während die Statuen 1839 aufgestellt wurden. Schließlich wurde die Kirche 1846 fertiggestellt. Sie spiegelt voll und ganz den neoklassizistischen Geschmack wider und wurde vom Pantheon von Rom inspiriert; außerdem war sie dank des von Papst Gregor XVI. gewährten Privilegs die erste Kirche in Neapel, deren Altar auf den Kopf gestellt wurde.