Eine vergessene Geschichte verbindet Leonardo da Vinci mit der Stadt Mailand: die Geschichte eines Weinbergs. Der Weinberg, den Ludovico il Moro, Herzog von Mailand, 1498 Leonardo schenkte und den Leonardo in den kommenden Jahren um jeden Preis verteidigte und pflegte; der Weinberg, um den sich Legenden ranken, die Leonardo, seine Werke, seine Anhänger betreffen; der Weinberg, der heute endlich unter Wahrung der ursprünglichen Reihen und des ursprünglichen Rebstocks wiedergeboren wird.
Der Weinberg von Leonardo da Vinci lag in der Mitte der Felder, am Ende des heutigen Gartens der Casa degli Atellani, in dem Gebiet, das damals zum großen Weinberg von San Vittore gehörte. Die Atellani waren eine Familie von Sforza-Höflichkeiten, denen die Moro Jahre zuvor zwei Häuser geschenkt hatten. Ludovico il Moro hatte für diese Ecke der Stadt einen doppelten Traum: die Basilika Santa Maria delle Grazie zum Mausoleum seiner Familie, der Sforza, zu machen; ein Wohnviertel zu bauen, in dem er seine treuesten Männer - wie die Atellani, wie Leonardo - ansiedeln konnte. Das Haus der Atellani ist eine der seltenen verbliebenen Spuren dieses Renaissancetraums.
Seine Magie bewahrend, wurde das Haus im Laufe des 20. Jahrhunderts vom Architekten Piero Portaluppi, dem größten Protagonisten der Mailänder Architektur, umgebaut. Anlässlich der Expo 2015 beschlossen die Portaluppi-Stiftung und die Eigentümer des Hauses, den Weinberg von Leonardo da Vinci neu zu bepflanzen und Haus und Garten der Atellani für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.