Das Nationalmuseum für Wissenschaft und Technik Leonardo da Vinci in Mailand ist das größte Wissenschaftsmuseum Italiens.
Das 1953 eingeweihte Museum ist in den eindrucksvollen Räumen eines Olivetanerklosters aus dem 16. Jahrhundert in der Nähe der Kirche San Vittore im Zentrum von Mailand untergebracht. Der Museumskomplex besteht aus verschiedenen historischen Gebäuden, die um zwei monumentale Kreuzgänge herum angeordnet sind, aus modernen, in den 1950er Jahren erbauten Gebäuden, einem 2.000 Quadratmeter großen Metallhangar - in dem sich derzeit die Schienenfahrzeugsammlung des Museums befindet - und einem in den 1970er Jahren errichteten Pavillon, in dem die dem See- und Luftverkehr gewidmeten Sammlungen untergebracht sind.
Sammlungen und Dauerausstellung
Die Sammlungen des Nationalmuseums für Wissenschaft und Technik, die insbesondere der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung in Italien gewidmet sind, bestehen aus über 16.000 Stücken und decken ein breites Spektrum an Themen ab, darunter Verkehr, Energie, Informationstechnologie, Physik, Mathematik, Elektronik, Lebensmittel, industrielle Fertigung, Weltraumforschung und Werkstofftechnik.
Zu den Sammlungen gehören auch große ikonische Objekte, wie das 46 Meter lange U-Boot Enrico Toti, das berühmte Rennboot Luna Rossa, ein komplettes thermoelektrisches Kraftwerk aus dem späten 19. Jahrhundert, die Kommandobrücke des Transatlantik-Linienschiffs Conte Biancamano, verschiedene Versuchsflugzeuge und historische Dampflokomotiven.
Weitere interessante Ausstellungsstücke sind der Rechner Olivetti Programma 101, der von vielen als der erste Personalcomputer der Geschichte angesehen wird, das Refraktionsteleskop aus dem 19. Jahrhundert, mit dem Giovanni Schiaparelli die Marsoberfläche, ein Mondgestein, untersuchte, und der Magnetdetektor, der vom Radiopionier und Nobelpreisträger Guglielmo Marconi erfunden wurde.
Eine Dauerausstellung ist dann den "Maschinen" gewidmet, die von Leonardo da Vinci im fünfzehnten Jahrhundert konzipiert wurden. Die Ausstellung ist die weltweit größte ihrer Art und zeigt 130 Modelle und maßstabsgetreue Rekonstruktionen von Leonardos technischen Erfindungen und experimentellen Projekten auf der Grundlage von Originalzeichnungen.
Im Allgemeinen kann das Nationalmuseum für Wissenschaft und Technik in Mailand, obwohl es voller wirklich interessanter Objekte ist, im Vergleich zu moderneren Wissenschaftsmuseen manchmal etwas altmodisch erscheinen. Auch aus diesem Grund hat die Institution in den letzten Jahren ein Programm zur Aktualisierung und Modernisierung der Museographie durch die Schaffung neuer Sektionen begonnen, die den neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie, wie der Bio- und Nanotechnologie, gewidmet sind. Außerdem hat sie das Layout der Sektionen ihrer Dauerausstellung erneuert und interaktive Installationen, praktische Stationen und einen Raum für Tüfteln (d.h. wissenschaftliches Lernen durch Spiel und Kreativität) und drei