Das Museum Donizettiano, das in der ehemaligen Sala del Consiglio della Misericordia Maggiore in Bergamo untergebracht ist, wurde 1906 für das Publikum geöffnet, nachdem die Wohltätigkeitsorganisation zwei wichtige Schenkungen erhalten hatte: die kostbare Sammlung der Reliquien Donizettis von Baronin Giovanna Ginevra Rota Basoni Scotti und die Einrichtung des Sterbesaals des bergamaskischen Komponisten, der Cristoforo Scotti gehörte, der den kranken Musiker in seinen letzten Lebensjahren beherbergte.
Der Zugang zum herrlichen zentralen Saal des Museums, der im neoklassizistischen Stil gehalten und mit Fresken von Vincenzo Bonomini verziert ist, erfolgt über ein Atrium, das entlang der Außenwände eine Galerie mit Musikerporträts der großen bergamaskischen Maler des 19.
Der Rundgang im Inneren des Museums umfasst mehrere Rundgänge: zahlreiche Gemälde (von Diotti, Villosi, Coghetti) schmücken die Wände und ermöglichen es, die Lektüre der im Atrium begonnenen lokalen Porträtmalerei fortzusetzen; Musikinstrumente bieten einen kleinen, aber bedeutenden Querschnitt durch die Entwicklung im 19. Jahrhundert; persönliche Zeugnisse zeichnen die biographischen und künstlerischen Ereignisse von Gaetano Donizetti nach; Dokumente und ikonographische Darstellungen rekonstruieren den Kontext der Theater, der Impresarios, der Interpreten, in denen der Komponist arbeitete und in denen sich sein Ruhm nach seinem Tod festigte.
Eine kurze Besuchsroute kann so das Leben des Meisters von Geburt an verfolgen und mit dem Schreiben der ersten Schulübungen fortfahren, die bis 1815 unter der Leitung seines Lehrers Giovanni Simone May geschrieben wurden.
Im Besitz des Meisters befanden sich zahlreiche Gebrauchsgegenstände, wie z.B. seine Reisenecessaires und die türkische Pfeife, die er von seinem Bruder Giuseppe geschenkt bekam, sowie im zweiten Raum das Bett und der Sessel, die Donizetti während seiner langen Krankheit benutzte.
Verschiedene Zeugnisse dokumentieren den Mythos, der den Komponisten im Leben und nach seinem Tod begleitete.