Nicht weit vom Herzen der Città Alta entfernt, überqueren Sie die Piazza Mercato del Fieno, um ein wertvolles Beispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur zu entdecken, die reich an verborgenen Schätzen ist: der Kreuzgang der Bögen, der Kreuzgang des Brunnens und der Kapitelsaal offenbaren die lange Geschichte dieses Gebäudes mit ihren Freskenzyklen, die zwischen dem vierzehnten und siebzehnten Jahrhundert gemalt wurden. Die Panoramaterrasse bietet einen unvergleichlichen Ausblick: der Schnittpunkt der beiden Täler Brembana und Seriana. Das zwischen Ende des dreizehnten und Anfang des sechzehnten Jahrhunderts erbaute ehemalige Franziskanerkloster ist ein schönes Beispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur, das um Kreuzgänge herum gebaut wurde.
Aus den Quellen geht hervor, dass der Komplex wie folgt zusammengesetzt war: die Kirche San Francesco, der Kreuzgang (Chiostro delle Arche und Kreuzgang des Brunnens) und die dreistöckige Struktur mit Kapitelsaal, Zellen, Schlafsälen, Mensen, Küchen und Krankenstation.
Im Körper des Gebäudes, das die beiden Kreuzgänge trennt, befand sich der Kapitelsaal, wie das Wort selbst sagt, der Raum, in dem das Kapitel abgehalten wurde, die Versammlung der Mönche. Der viereckige Raum mit Kreuzgewölbe zeichnet sich durch das Fresko an der Rückwand aus, das die Kreuzigung mit dem heiligen Hieronymus und den Schmerzen, der Magdalena und dem Heiligen darstellt.
Zur Verzierung und Verschönerung dieser Räume finden wir zahlreiche Fresken, die auf das vierzehnte Jahrhundert zurückgehen und zum Teil heute noch sichtbar sind.
Im Laufe seiner Geschichte erfuhr das Gebäude bis zu seiner Unterdrückung 1797 keine besonderen Veränderungen: Die veränderten Räume wurden zunächst als Krankenhaus, dann als Gefängnis und schließlich als Gefängnis genutzt.
In den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde das Kloster San Francesco restauriert und, heute im Besitz der Gemeinde, als Grundschule genutzt.
Seit 1997 verbindet das Kloster seinen Namen mit dem Historischen Museum von Bergamo: fünf Jahre lang, bis 2003, beherbergte es die Abteilung des Museums aus dem 19. Jahrhundert, die sich heute in der Rocca befindet. Derzeit beherbergt es neben den Wechselausstellungen auch die Büros, das Archiv, die Bibliothek und die Mediathek.