Mit diesem Museum möchte die Diözese Bergamo die Geschichte ihrer Kirche bekannt machen, die komplexen und faszinierenden Bauereignisse veranschaulichen, in die dieser Ort verwickelt war, und den Besucher durch die Ausstellung wertvoller Kunst- und Liturgiegegenstände in die Atmosphäre der Heiligkeit und Schönheit eintauchen lassen, die das Leben in der antiken Kathedrale von San Vincenzo geprägt hat.
Dank einer komplexen Ausgrabungskampagne (2004 - 2012) im Untergrund des Doms sind Spuren einer römischen Stätte, der frühchristlichen Kathedrale San Vincenzo und der anschließenden romanischen Kathedrale, die von der Renaissance-Rekonstruktion des Architekten Filarete umhüllt sind, zutage getreten.
Die Karte der Ausgrabungsfunde verdeutlicht die Entwicklungsphasen dieses bereits seit dem zehnten Jahrhundert v. Chr. besiedelten Ortes.
Vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. war das Gebiet von einem an das Forum angrenzenden römischen Viertel eingenommen, das von einer Handelsstraße durchquert wurde, auf der sich Geschäfte, Handwerkerwerkstätten und Wohndomus mit reichen architektonischen und dekorativen Merkmalen befanden.
Im 5. Jahrhundert wurde eine dem heiligen Vinzenz geweihte Kathedrale gebaut.
Die Größe der Basilika war beeindruckend: Sie maß nicht weniger als 45 Meter in der Länge und 24 Meter in der Breite und war der größte Sakralbau der Stadt.
Die Linie der Umfassungsmauern dieses Bauwerks wurde in den nachfolgenden Bauphasen beibehalten und entspricht (mit Ausnahme der Ostseite des Presbyteriums) dem Umfang der heutigen Kirche.
Das Dommuseum erzählt die artikulierte Geschichte dieser Entwicklung, zwischen archäologischen Funden und künstlerischen Artefakten.
Im Zentrum der Route steht der Schatz des Doms, eine Sammlung der wertvollsten Objekte, die über die Jahrhunderte erhalten geblieben sind und bewahrt wurden.