In Viterbo können Sie eine interessante Reise durch die Geschichte der Keramik unternehmen, ausgehend von antiken Objekten aus dem 12. Eine Reiseroute, die es Ihnen ermöglicht, die Entwicklung der Verarbeitung dieses Materials im Laufe der Jahre genau zu beobachten. Das Töpfereimuseum beherbergt etwa 200 Gegenstände aus dem Mittelalter und der Renaissance, die hauptsächlich aus dem oberen Latium stammen, und ist in fünf große Räume unterteilt. Die Reise beginnt mit den primitiven, einfachen, pastosen Brotkrumen, die aus dem 12. Jahrhundert stammen. Auf dem Weg dorthin kann man eine Vielzahl von Artefakten der "grünen Familie" aus dem 15. Jahrhundert und prachtvolle Beispiele bewundern, die mit blauen "Zaffera" im Relief verziert sind.
Nur wenige Menschen wissen, dass viele der im Museum ausgestellten Keramikgegenstände in den Entwässerungsbrunnen gefunden wurden, die in den mittelalterlichen Häusern aus dem Tuffstein gegraben wurden. Diese Brunnen wurden mit dem Ziel errichtet, alle Arten von Abfällen, sowohl flüssige als auch feste, wie z.B. Essensreste und zerbrochene Einrichtungsgegenstände, zu sammeln. Dank der Wiederherstellungs- und Restaurierungsarbeiten sind diese wertvollen Artefakte bis heute erhalten geblieben. Bei der Weiterführung des Keramikrundgangs fällt eine Gruppe brauner Keramikfunde mit Sonnenfarben und charakteristischen "Gouache"-Bemalungen von Hütten ins Auge. So kommen wir zu den Funden von 1600, von denen die Serie der Apothekenvasen, die mit den Wappen des Krankenhauses und der Gemeinde Viterbo geschmückt sind, herausragt. Das 17. Jahrhundert markierte mit der Einführung des Porzellans den Niedergang der Töpferkunst. Das Museo della Ceramica della Tuscia befindet sich im Stadtzentrum, im Erdgeschoss, in den Räumen der Stiftung Carivit im Palazzo Brugiotti aus dem 16. Jahrhundert, einem herrlichen Beispiel für die Architektur der Post-Renaissance, im Besitz der Stiftung Carivit.