Der Glockenturm der Pieve di Santa Maria in Arezzo, der sich durch seine beachtliche Höhe und seine außergewöhnliche Architektur auszeichnet und von der Piazza Grande und einem großen Teil des Corso Italia aus gut sichtbar ist, ist ein Symbol, ein Wahrzeichen für diese toskanische Kunststadt. Wenn wir uns dieser Kirche nähern, erkennen wir, dass sie nicht nur ein Gebäude mit einer wunderbaren architektonischen Struktur ist, sondern auch als eine gigantische und außergewöhnliche Skulptur definiert werden könnte. Hunderte von fein gearbeiteten Säulen, alle mit raffinierten Kapitellen, die eine Vielzahl von verschiedenen Motiven darstellen, schmücken seine Fassade und die große Apsis. Dann, immer auf diesen beiden architektonischen Elementen der Kirche und auf der rechten Seite, gibt es viele andere skulpturale Werke. Hervorzuheben, auch weil sie wegen ihrer Lage dem Besucher oft unbemerkt bleiben, sind die schönen und netten Allegorien der zwölf Monate, die im unteren Teil der Archivolte über der zentralen Tür der Fassade angebracht sind. Der Bau der Pieve di Arezzo, wie diese Kirche gemeinhin genannt wird, begann in der Mitte des 12. Jahrhunderts und nahm den Platz der frühmittelalterlichen Taufkirche der Stadt ein, die zwar kleiner war, sich aber an der gleichen Stelle befand, zwischen dem heutigen Corso Italia und der Piazza Grande. Die Pfarrkirche hatte die gleiche Form und Größe wie die heutige, aber die Fassade war einfach und linear. Die Fassade, die wir heute bewundern können, die sich auf einen romanischen Stil bezieht, der eher im Gebiet von Pisa präsent ist, wurde stattdessen im dreizehnten Jahrhundert gebaut, ebenso wie der hohe Glockenturm (fast sechzig Meter), der in der vorderen rechten Ecke der Kirche integriert ist und 1330 fertiggestellt wurde. Pfarrei von Arezzo, die ApsisDie Außenansicht der Pfarrei Santa Maria Assunta von Arezzo sagt uns sofort, dass wir vor einem der außergewöhnlichsten Beispiele der toskanischen romanischen Architektur stehen, und nicht nur das: Der Innenraum hat eine Struktur mit drei Schiffen auf länglichen Spitzbögen, die von Säulen mit korinthischen Kapitellen getragen werden. Sie ist reich an Ädikulen und Kapellen, wobei dem Presbyterium ein Querschiff vorgelagert ist. Das prächtige Polyptychon von Pietro Lorenzetti aus dem Jahr 1320 zeigt die Jungfrau und das Kind mit den Heiligen Johannes dem Evangelisten, Donato, Johannes dem Täufer und Matthäus. In der Krypta, die von den einbogigen Fenstern der Apsis erhellt wird, wird die Reliquienbüste des Heiligen Donato aus dem Jahr 1346 aufbewahrt, die aus vergoldetem Silber, durchscheinenden Emaillen und Edelsteinen besteht. Die heutige Gestaltung der Pfarrkirche ist das Ergebnis der großen Renovierungsarbeiten, die 1560 von Giorgio Vasari durchgeführt wurden, dessen sterbliche Überreste zusammen mit denen seiner Frau in einer Urne unter dem Fußboden ruhen.