In der Stadt Stia (Arezzo) findet seit 1976 die Europäische Biennale der Schmiedekunst statt, die sich seit 1989 zu einer echten Meisterschaft im Schmieden von Schmiedeeisen entwickelt hat. Der ehrenamtlich arbeitende Verein stellt Schmieden, Ambosse, Eisen und Kohle für Schmiede aus der ganzen Welt zur Verfügung, die sich in Stia treffen, um sich in der Interpretation des für die Ausgabe gewählten Themas zu messen. Das Stadtzentrum wird dann zu einer echten Schmiede unter freiem Himmel, mit Bühnen, um die Arbeit der fast 200 teilnehmenden Schmiede aus der richtigen Entfernung besser beobachten zu können und so die für die Arbeit notwendige große Hitze aushalten zu können. Die Arbeit muss innerhalb von drei Stunden abgeschlossen sein und darf nur einmalig sein, d. h. nicht geschweißt werden. In vierzig Jahren Tätigkeit hat sich ein beachtliches Werk angesammelt, von dem einige aus künstlerischer Sicht sehr wichtig sind. Aus diesem Grund wird eine der Etagen der ehemaligen Wollfabrik der Stadt restauriert, um ein ständiges Museum mit der Sammlung von Werken zu werden, die von den teilnehmenden Schmieden nach dem Wettbewerb geschaffen und gespendet wurden. Bis zur Eröffnung des Museums, die für die Biennale 2017 geplant ist, kann man die für das künftige Museum ausgewählten Werke im Lagerhaus bewundern, wo sie vorübergehend gelagert werden.