Das Deutsche Historische Museum befindet sich im Zeughaus, dem barocken Zeughaus gegenüber der Staatsoper, leicht erkennbar an seiner rosa Fassade. Im Inneren erzählen mehr als 8000 Objekte und Fundstücke, aufgeteilt in farblich gekennzeichnete Räume, 2000 Jahre deutscher Geschichte. Dieses außergewöhnliche Museum wurde am 3. Juni 2006 nach sechsjähriger Schließung wegen Restaurierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Dauerausstellung mit dem Titel "Deutsche Geschichte in Bildern un Zeugnisse" ist eine immense Chronik des Landes in seinem europäischen Kontext. Die 7500 Quadratmeter Ausstellungsfläche verteilen sich auf zwei Etagen und sammeln Dokumente, Gemälde, Möbel, Maschinen und Gegenstände aller Art, die zusammen ein reiches historisches und soziales Porträt des Landes zeichnen. Wie Meilensteine führen die Informationspunkte den Besucher entlang der Route.
Der Weg des Obergeschosses, der sich im Uhrzeigersinn windet, beginnt mit der Antike und führt allmählich durch die verschiedenen Epochen bis 1918. Im Stockwerk darunter setzt sich die Ausstellung mit dem 20. Jahrhundert fort und endet mit der Wiedervereinigung und dem Abzug der Alliierten aus Berlin.
Die Wechselausstellungen sind in den 2700 Quadratmetern des I.M.Pei Bau-Gebäudes untergebracht, das von dem chinesisch-amerikanischen zeitgenössischen Architekten Ieoh Ming Pei entworfen wurde, der auch die berühmte Louvre-Pyramide in Paris entworfen hat. Es wurde 2003 eingeweiht und stellt eines der architektonischen Schmuckstücke des neuen Berlin dar: ein leichtes, luftiges und geometrisches Gebäude, das an sich schon einen Besuch wert ist.