Das Neue Museum wurde zwischen 1843 und 1855 nach Plänen von Friedrich August Stüler, einem Schüler Karl Friedrich Schinkels, erbaut. Das Museum wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 geschlossen und bei der Bombardierung Berlins schwer beschädigt. Der Wiederaufbau wurde von dem englischen Architekten David Chipperfield geleitet. Zu den Exponaten gehören, wie schon vor dem Krieg, die Ägyptische Sammlung und die Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte. Zu den Artefakten, die sie beherbergt, gehört die ikonische Büste der ägyptischen Königin Nofretete. Sowohl als Teil des Museumsinselkomplexes als auch als Einzelbau zeugt das Museum von der neoklassizistischen Museumsarchitektur des 19. Jahrhunderts: Nachdem die klassizistischen und kunstvollen Innenräume der Glyptothek und der Alten Pinakothek in München im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, zählt das teilweise zerstörte Innere des Neuen Museums zu den letzten verbliebenen Beispielen der musealen Innenausstattung dieser Zeit in Deutschland.