Der Gendarmenmarkt ist vielleicht der majestätischste Platz Berlins, bekannt vor allem durch drei unverwechselbare Gebäude - den Deutschen Dom, den Französischen Dom und das Konzerthaus - die zusammen ein architektonisches Triptychon ohnegleichen bilden. Die beiden Kathedralen werden von zwei großen Kuppeln gekrönt, die 1785 vom Architekten Carl von Gontard mit dem Ziel gebaut wurden, die beiden Kirchen weiter aufzuwerten. Der Platz stammt aus dem Jahr 1700 und wurde von Brandenburgs Kurfürst Friedrich III., dem späteren Friedrich I., in Auftrag gegeben, der sich genau hier das Herz der Friedrichstadt, eines neuen Berliner Stadtteils, vorstellte. Hier wurden die Hugenotten, denen durch das Potsdamer Edikt von 1685 Asyl gewährt worden war, nach ihrer Vertreibung aus Frankreich aufgenommen. Der Platz hat seinen Namen von dem französischen Wort "gens d'armes" (Gendarmen), einem preußischen Regiment hugenottischer Soldaten.