Die Kirche San Giovanni Battista stellt eines der schönsten und am besten erhaltenen Beispiele des apulischen romanischen Stils in Matera dar. Die ursprüngliche Struktur stammt aus den Jahren unmittelbar vor dem dreizehnten Jahrhundert und wurde 1233 fertiggestellt. In dieser Zeit war die Kirche als Santa Maria la Nova bekannt und diente den Augustiner-Büßern von Accon als Ort der Begrüßung. Als die Nonnen gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts umzogen, wurde die Kirche aufgegeben und blieb ungenutzt bis 1695, als Monsignore del Ryos ihre Wiedereröffnung für den Gottesdienst genehmigte und ihr den Namen gab, unter dem sie heute bekannt ist. Der Zugang erfolgt über die ursprüngliche Seitenfassade, die Hauptfassade wurde 1610 in den Bau des Nebengebäudes einbezogen, das als Krankenhaus dienen sollte. Hervorzuheben sind das fein verzierte Portal, eine mit raffinierten Ornamenten geschmückte Rosette und eine Statue des heiligen Johannes des Täufers aus polychromem Stein. Auf der rechten Seite des Portals weist die der Apsis entsprechende Fassade eine Struktur auf, die der ursprünglichen sehr nahe kommt. Das Element, das diese Kirche am meisten charakterisiert, ist die typisch mittelalterliche Innenarchitektur, die man dank der Initiative des Abtes Marcello Morelli bewundern kann, der zwischen 1920 und 1930 beschloss, die Verkleidung aus dem achtzehnten Jahrhundert zu beseitigen. Die Kirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes und besteht aus 3 Schiffen, die durch vierlappige Pfeiler unterteilt sind; auf ihnen ruhen Halbsäulen und Kapitelle, die sehr aufwändig und äußerst vielfältig verziert sind. Aus den Pfeilern entwickeln sich große Bögen, die Kreuzgewölbe bilden.