Die S.M.I. (Società metallurgica italiana) war ein Unternehmen von grundlegender Bedeutung während der beiden letzten Kriege, da es hauptsächlich Munition herstellte. Aus demselben Grund war sie ein Ziel für jeden Feind. Zum Schutz der Belegschaft (etwa 7000 Arbeiter in der Spitzenproduktion) wurde 1930 der größte private Luftschutzbunker der Welt gebaut, ein Tunnelsystem mit einer Gesamtlänge von etwa 1680 Metern, das 20 Meter tief in den Fels gegraben und an jeder Stelle durch einen Meter Stahlbeton geschützt wurde. Die speziellen Spitzbogen-Eingänge gewährleisteten einen bruchsicheren Zugang von der Oberfläche aus, und verschiedene technische Vorkehrungen ermöglichten es, alle Arbeiter und ihre Familien in kürzester Zeit aus der Fabriksiedlung zu evakuieren. Die Stollen, die von 1940 bis 1944 genutzt wurden, waren mit Krankenstationen, Luft- und Wasseraufbereitungsräumen, einer Kapelle und im letzten Kriegsjahr sogar mit Klassenzimmern ausgestattet. Bemerkenswert sind die Inschriften an den Wänden: "Wussten Sie, dass ein Mensch, der herumläuft, 2 bis 5 Mal mehr Luft verbraucht als ein Mensch, der ruhig sitzt?", "In unvorhergesehenen Situationen ist Disziplin die beste Garantie für Sicherheit" oder "Bleiben Sie ruhig. Auf dieser Treppe haben Sie bereits Schutz. Der Besuch der Galerien schließt auch das Museum über S.M.I. ein, ein Unternehmen, das bis 2005 tätig war. Neben der Geschichte veranschaulicht die Ausstellung die Forschung und Innovation in der Produktion und im Management des Unternehmens, wie z. B. die hochmodernen Vorschriften zur Sicherheit am Arbeitsplatz (aus dem Jahr 1912), sowie die Pläne für das gesamte (für die damalige Zeit futuristische) Industriedorf und den Bau der Unterkünfte selbst.