Ferrara ist eine prachtvolle Kunststadt, die man bei einem Spaziergang durch ihre Straßen genießen kann, wobei man an jeder Ecke ihren Charakter als prachtvolle Hauptstadt der Renaissance entdeckt und aus dieser glorreichen Vergangenheit die Gründe für ihre Gegenwart erfährt. Die Familie Este regierte sie drei Jahrhunderte lang und gab ihr das Aussehen, das sie bis heute bewahrt hat: ein einzigartiges Stadtbild, das Mittelalter und Renaissance harmonisch miteinander verbindet und sie zur ersten modernen Stadt Europas macht. Gerade wegen dieser Eigenschaft wurde sie von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Es ist eine stille Stadt in menschlichem Maßstab, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann, wobei man auf Schritt und Tritt magische Atmosphären der Vergangenheit erlebt. Verpassen Sie nicht die zahlreichen Museen, die weit davon entfernt sind, bloße Behälter für Kunstwerke zu sein, und die sich durch ihre reichen Bezüge zu der sie umgebenden Realität auszeichnen, sei es als Erbe der Vergangenheit oder als Zeugnis der Gegenwart. Funde aus der sagenumwobenen Stadt Spina, Zeugnisse aus der griechischen und etruskischen Welt, sind in den Sälen des Palazzo Costabili untergebracht; die großen Gemälde des 15. und 16. Jahrhunderts im Palazzo dei Diamanti und dann die Kunst von Boldini, de Pisis und die Werke von Zeitgenossen im Palazzo Massari. (Der Palazzo Massari ist vorübergehend geschlossen).
Ebenfalls sehenswert sind der Palazzo Schifanoia mit seinem prächtigen Salone dei Mesi, der im 15. Jahrhundert von den Malern der Officina Ferrarese mit Fresken bemalt wurde, das Castello Estense, die ehemalige Residenz der Herzöge von Este, der harmonische romanisch-gotische Dom und sein Museum mit wertvollen Werken, darunter die Orgeltüren mit der Darstellung der Verkündigung und des Heiligen Georgs, der den Drachen tötet, von Cosmè Tura (1469), einem Meister der Ferrareser Schule. Auf der linken Seite der Kathedrale, mit Blick auf den Platz, befindet sich die Loggia dei Merciai, die seit dem Mittelalter von Geschäften und Werkstätten genutzt wird.
Wenn Sie das mittelalterliche Gebiet betreten, werden Sie Juwelen religiöser Kunst entdecken, wie das Kloster Sant'Antonio in Polesine mit seinen Fresken aus der Schule Giottos oder die Kirche Santa Maria in Vado, ein Pilgerziel nach dem eucharistischen Wunder, das sich hier im 12. Nicht verpassen sollte man eine Fahrradtour entlang der Renaissance-Mauern, die ihr ursprüngliches Aussehen fast vollständig bewahrt haben.
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