Die Krönung der städtischen Gastronomie ist der Prosciutto in der Brotkruste, der nach dem historischen Rezept zubereitet wird, das von den Juliern seit über einem Jahrhundert überliefert wird. Frische Schweinekeulen werden mit natürlichen Aromen parfümiert und mit Tannenholzspänen heiß geräuchert. Anschließend wird der entbeinte Schinken in Kesseln gegart, dann vollständig in Brotteig eingewickelt und für mindestens acht Stunden in den Ofen geschoben (die ideale Garzeit beträgt eine Stunde pro Kilo). Die Aromen werden durch das Brot zurückgehalten, wodurch das Fleisch weich und schmackhaft wird. Gekochter Schinken in der Kruste muss unbedingt von Hand aufgeschnitten werden. Die Scheibe hat eine schöne rosa Farbe und der Geschmack ist süß, delikat und leicht rauchig. Er eignet sich hervorragend als Hauptgericht, aber am besten schmeckt er als Aperitif oder zum Brunch, heiß mit Senf oder geriebenem Meerrettich (Kren). Der angenehm vollmundige Geschmack erfordert die Kombination mit intensiven Weißweinen, wie einem Isonzo Pinot Bianco oder einem Friulano. Das Erbe der habsburgischen Vergangenheit Triestes spiegelt sich noch heute im üblichen Verzehr von Prosciutto in der Kruste wider.
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