Ein Trabucco ist eine große Holzkonstruktion, eine echte Fischereimaschine, mit einer Plattform, die durch große Kiefernholzstämme mit dem Küstenfelsen verbunden ist, und zwei, aber manchmal mehr, antennenähnlichen Kränen, die sich über das Wasser strecken, um große Fischernetze, besser bekannt als "trabocchetti", zu tragen. Italienische Fischer übernahmen diese Technik wegen ihrer Durchführbarkeit bei ungünstigen Wetterbedingungen, da das Fischen von der Festigkeit der hohen, felsigen Küste gegenüber dem Versuch, über ein gefährlich aufgewühltes Meer zu fahren, bevorzugt wurde. Man braucht vier Personen, um einen Trabucco richtig zu bedienen, zwei für die Bedienung der Winden - obwohl die Winden heute oft elektrisch gesteuert werden und mit einem einfachen Schalter funktionieren - und zwei weitere Fischer, um die Fische und Netze tatsächlich zu überwachen.
Trabucchi sind an der Küste des Gargano weit verbreitet, insbesondere in der Gegend zwischen Vieste und Peschici, ganz im Norden der Region Apulien, und in den Abruzzen, in der Gegend von Chieti. Trabucchi sind typischerweise von großer Dimension und haben einen großen historischen Wert, so dass der Nationalpark des Gargano die ältesten unter ihnen schützt. Ihr sozialer und kultureller Wert ist sehr wichtig, vor allem angesichts ihrer hundertjährigen Tradition an der Küste Apuliens. Gut sichtbar in Apulien und den Abruzzen an der Adria, findet man den Trabucco auch am Tyrrhenischen Meer, an der Küste Kalabriens, was beweist, dass diese alten Fischereimaschinen von vielen Gemeinschaften in verschiedenen Teilen des Mittelmeers weit verbreitet waren.